Klinikum Wilhelmshaven und Friesland Kliniken intensivieren Kooperation in der Senologie

Regionale Versorgung von Brustkrebspatientinnen langfristig gesichert

Das Klinikum Wilhelmshaven und die Friesland Kliniken haben ihre Zusammenarbeit im Bereich der Behandlung von Brustkrebs (Senologie) ausgeweitet. Die Geschäftsführungen beider Häuser gaben bekannt, dass die Aufsichtsräte im Dezember der Kooperation zugestimmt haben.

„Damit sichern wir die regionale Versorgung bei Brustkrebsoperationen und damit die Behandlung der häufigsten Krebserkrankung von Frauen“, sagt Petra Hohmann, Geschäftsführerin der Friesland Kliniken. Norman Schaaf, Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, ergänzt: „Die Kooperation optimiert die Versorgung unserer Patientinnen und stärkt beide Standorte. Zudem ist sie ein weiteres starkes Signal für das geplante Zentralklinikum.“

Künftig bündeln beide Häuser ihre Kompetenzen im Fachbereich Senologie. Damit wird auch die notwendige Leistungsgruppe 41 für Brustkrebsoperationen gesichert. Beide Kliniken erfüllen gemeinsam die geforderte Mindestzahl von 100 Brustkrebsoperationen pro Jahr und stellen so die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig sicher.

Die Kooperation umfasst fachlichen Austausch und eine enge Zusammenarbeit. Chirurgische Eingriffe werden organisatorisch in Wilhelmshaven konzentriert, während die Patientinnen weiterhin vor Ort in Varel durch die Operateure betreut werden. Diagnostik, Sprechstunden und Therapie bleiben an beiden Standorten verfügbar.

Die Vereinbarung wurde maßgeblich von den Leitenden Oberärzten Dr. Christoph Messner (Friesland Kliniken) und Bert Hendrik Holmer (Klinikum Wilhelmshaven) ausgehandelt. Beide betonen die konstruktive Basis der bisherigen Zusammenarbeit und sehen die Kooperation als konsequenten Schritt zur Stärkung der Gynäkologie in beiden Häusern.

Hintergrund:
Das Krankenhausstrukturgesetz schreibt vor, dass Kliniken für sogenannte Leistungsgruppen (insgesamt 65) Mindestfallzahlen erfüllen müssen. Durch die Bündelung der Senologie-Kapazitäten in Wilhelmshaven und Varel werden die Anforderungen für die Leistungsgruppe 41 dauerhaft erfüllt. Der Antrag auf Anerkennung der Leistungsgruppe beim Landesverband der Krankenkassen wurde im Januar 2026 genehmigt.

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