Asklepios und MSH schaffen zusätzliche Medizinstudienplätze in Hamburg

Ausbildungsoffensive gegen Ärztemangel: Neue Kooperation erweitert Kapazitäten für Humanmedizin in der Hansestadt

Die Asklepios Kliniken Gruppe und die MSH Medical School Hamburg bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Ausbildung deutlich aus. Durch eine neue strategische Partnerschaft sollen in Hamburg künftig rund 75 zusätzliche Medizinstudienplätze pro Semester entstehen. Ziel ist es, dem wachsenden Ärztemangel in Deutschland mit einer erweiterten Ausbildungskapazität entgegenzuwirken. Die Kooperation wurde am 02.04.2026 in Hamburg bekannt gegeben.

Vor dem Hintergrund des bundesweiten Ärztemangels setzen die Asklepios Kliniken Gruppe und die MSH Medical School Hamburg auf eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten für angehende Medizinerinnen und Mediziner. Im Rahmen einer neuen strategischen Partnerschaft sollen in den kommenden Jahren in der Hansestadt rund 75 zusätzliche Studienplätze pro Semester entstehen.

Die Kooperation sieht vor, dass Medizinstudierende künftig nach deutschem Recht und auf universitärem Niveau auch an den Hamburger Asklepios Kliniken ausgebildet werden. Damit wird die Klinikgruppe neben den bereits bestehenden Kooperationen mit anderen Hochschulpartnern zu einem weiteren zentralen Ausbildungscampus der MSH.

„Wir haben die Verantwortung, nicht nur hervorragende Patientenversorgung zu leisten, sondern auch den ärztlichen Nachwuchs nachhaltig auszubilden“, erklärte Joachim Gemmel, CEO der Asklepios Gruppe. Nur durch eine konsequente Nachwuchsförderung könne die medizinische Versorgung langfristig auf hohem Niveau gesichert werden.

Die Partner kündigten an, die Ausbildungsstrukturen weiter auszubauen, Praxisanteile zu stärken und innovative Lehrformate zu entwickeln. Dabei soll insbesondere die enge Verzahnung von theoretischer und klinischer Ausbildung im Vordergrund stehen. Ziel sei es, Studierende frühzeitig auf interdisziplinäre Teamarbeit und den klinischen Alltag vorzubereiten.

Die MSH Medical School Hamburg setzt damit ihre bestehende Strategie der praxisnahen Ausbildung fort. Bereits seit 2012 kooperiert die Hochschule erfolgreich mit den Helios Kliniken Schwerin. Dort wurde der Studiengang Humanmedizin gemeinsam entwickelt und erfolgreich durch die staatlichen Genehmigungsverfahren geführt. Ende 2025 konnten die ersten 43 Absolventinnen und Absolventen dieser Kooperation feierlich verabschiedet werden.

Die bestehende Zusammenarbeit mit den Helios Kliniken Schwerin bleibt weiterhin bestehen und wird parallel zur neuen Kooperation mit Asklepios fortgeführt. Die Hochschule sieht darin ein Modell, das akademische Ausbildung und klinische Praxis nachhaltig miteinander verbindet.

Der Einstieg in die neue Kooperation erfolgt schrittweise. Ab Oktober 2026 soll das fünfte Fachsemester nach dem neuen Ausbildungskonzept in Hamburg und Schwerin starten. Als erster Standort ist das Asklepios Klinikum Harburg vorgesehen, wo eine eigene Lehrstation sowie ein Hörsaal für die theoretische Ausbildung eingerichtet werden sollen. Perspektivisch ist eine Ausweitung auf weitere Hamburger Standorte wie Altona vorgesehen.

Auch die Asklepios Kliniken betonen die Bedeutung der Kooperation für die Nachwuchsförderung. Ziel sei es, junge Medizinerinnen und Mediziner frühzeitig in die klinische Praxis einzubinden und ihnen ein Umfeld zu bieten, in dem sie Verantwortung übernehmen und wachsen können.

Mit der neuen Partnerschaft entsteht in Hamburg ein weiterer Ausbildungsweg für Medizinstudierende. Neben der langjährigen Kooperation mit der Semmelweis Universität in Budapest und dem Asklepios Campus Hamburg können angehende Ärztinnen und Ärzte künftig auch über die MSH im Rahmen eines deutschen Studiengangs ausgebildet werden.

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