KHTF: 151 Millionen Euro für Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende
Transformationsfonds ermöglicht Zusammenlegung mit Neu-Mariahilf – Neubau mit 33.000 Quadratmetern soll ab Ende 2026 entstehen
Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) erhält insgesamt 151 Millionen Euro für die Zusammenlegung mit dem Krankenhaus Neu-Mariahilf. Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi übergab am Donnerstag den Förderbescheid aus dem Krankenhaustransformationsfonds. Knapp 96 Millionen Euro stammen aus Bundesmitteln, rund 55 Millionen Euro übernimmt das Land Niedersachsen. Am Standort Weende soll bis 2031 ein rund 33.000 Quadratmeter großer Neubau entstehen. Der Baubeginn ist für Ende 2026 vorgesehen.
Mit der Förderung soll die Zusammenlegung der beiden Krankenhausstandorte umgesetzt werden. Durch die Einhäusigkeit sollen medizinische Versorgungsangebote gebündelt und kosten- sowie personalintensive Doppelstrukturen abgebaut werden. Der geplante Neubau auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende soll unter anderem die Zentrale Notaufnahme, die Radiologie, Operationssäle und die Intensivstation aufnehmen. Die Fertigstellung ist bis 2031 vorgesehen.
EKW-Geschäftsführer Hauke Heißmeyer informierte Gesundheitsminister Philippi bei dessen Besuch über den aktuellen Stand des Projekts. Heißmeyer verwies dabei auf die Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, der Stadt Göttingen, den Kostenträgern und dem Planungsausschuss sowie dem Niedersächsischen Landesamt für Bauen und Liegenschaften.
Neubau soll Doppelstrukturen auflösen
Nach Einschätzung von Gesundheitsminister Philippi geht die Zusammenlegung der beiden Standorte nun in die entscheidende Phase. Die Mittel aus dem Transformationsfonds seien ein wichtiger Beitrag, um das stationäre Leistungsangebot nachhaltig neu zu strukturieren.
Am Standort Weende werde damit eine Entwicklung umgesetzt, die den Zielsetzungen der Krankenhausreform entspreche. Die Bündelung der Angebote soll eine bedarfsgerechte Versorgung ermöglichen und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine langfristig tragfähige Krankenhausstruktur schaffen.
Standort Weende wird Zukunftsstandort
Mit dem Neubau soll der Standort Weende langfristig gestärkt werden. Neben der medizinischen Versorgung stehen dabei auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sowie die Aufenthalts- und Unterbringungsqualität der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt.
Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Schnitzerling sieht in den baulichen Maßnahmen eine langfristige Sicherung des Versorgungsauftrags. Die medizinischen Angebote sollen gestärkt und zugleich moderne Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten geschaffen werden. Auch die stationäre und ambulante Gesundheitsversorgung in der Region soll von der Weiterentwicklung des Standorts profitieren.




