Herz-Jesu-Krankenhaus stellt Geburtshilfe organisatorisch neu auf

Angestellte Hebammen übernehmen Kreißsaal – Belegsystem endet

Das Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach hat seine Geburtshilfe organisatorisch neu aufgestellt. Seit dem 1. Februar 2026 wird der Kreißsaal wieder vollständig durch fest angestellte Hebammen des Krankenhauses betreut. Damit endet das bislang praktizierte Beleghebammensystem, wie das Krankenhaus mitteilt.

Hintergrund der Entscheidung ist der neue Hebammenhilfevertrag, der zum 1. November in Kraft getreten ist. Die damit verbundenen strukturellen Vorgaben und finanziellen Rahmenbedingungen hätten eine Fortführung des freiberuflichen Dienstbelegsystems nicht mehr ermöglicht. Nach intensiven Gesprächen zwischen Hebammen und Klinikleitung sei daher gemeinsam entschieden worden, die Geburtshilfe organisatorisch neu auszurichten. „Es war uns wichtig, gemeinsam mit den Hebammen eine Lösung zu finden, die den Kreißsaal langfristig stabil, verlässlich und zukunftsfähig aufstellt – insbesondere unter den veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen“, erklärt Sabine Raimund, Geschäftsführerin des Herz-Jesu-Krankenhauses.

Mit der Umstellung reagiert das Krankenhaus auf die veränderten regulatorischen Anforderungen und stärkt zugleich die institutionelle Verankerung der Geburtshilfe am Standort. Ziel sei es, die Versorgung dauerhaft abzusichern und verlässliche Strukturen für Mitarbeitende und Patientinnen zu schaffen.

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