Franziskus Krankenhaus Linz digitalisiert Entlassmanagement

Care-Bridge soll Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt beschleunigen

Das Franziskus Krankenhaus Linz am Rhein führt mit „Care-Bridge“ eine digitale Plattform für das Entlassmanagement ein. Die Einführung erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), das bundesweit die Digitalisierung von Krankenhäusern vorantreibt. Ziel ist es, die Organisation der Anschlussversorgung nach einem stationären Aufenthalt zu beschleunigen und die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern, Leistungserbringern und weiterbehandelnden Einrichtungen zu verbessern.

Mit der Einführung von Care-Bridge setzt das Franziskus Krankenhaus Linz am Rhein auf eine digitale Vernetzung der an der Nachsorge beteiligten Akteure. Die webbasierte Plattform ermöglicht es, Hilfsmittelversorgungen, Rehabilitationsmaßnahmen oder ambulante Unterstützungsangebote strukturiert und digital zu koordinieren.

Nach Angaben des Krankenhauses werden Anfragen künftig gleichzeitig an mehrere regionale Anbieter übermittelt. Dadurch sollen Versorgungslücken vermieden und die Vermittlung geeigneter Angebote deutlich beschleunigt werden. Gleichzeitig erhalten alle beteiligten Partner Zugriff auf relevante Informationen, was die Kommunikation entlang des Versorgungspfades vereinfachen soll.

Für Krankenhäuser gewinnt ein effizientes Entlassmanagement zunehmend an Bedeutung. Insbesondere vor dem Hintergrund knapper Ressourcen und steigender Anforderungen an die sektorenübergreifende Versorgung sind reibungslose Übergänge zwischen stationären und ambulanten Leistungsbereichen ein wichtiger Faktor für die Versorgungsqualität. Die Digitalisierung entsprechender Prozesse gehört deshalb zu den zentralen Fördertatbeständen des Krankenhauszukunftsgesetzes.

Das Franziskus Krankenhaus hebt hervor, dass Care-Bridge nicht nur die Transparenz der Abläufe erhöhen, sondern auch das Verweildauermanagement unterstützen soll. Durch die schnellere Organisation notwendiger Anschlussleistungen könnten Entlassungen besser geplant und Patienten zeitnah in die geeignete Weiterbehandlung überführt werden.

Unverändert bestehen bleibt das gesetzlich verankerte Wunsch- und Wahlrecht der Patientinnen und Patienten. Wer einen bestimmten Anbieter für Hilfsmittel, Pflegeleistungen oder andere Unterstützungsangebote bevorzugt, kann diesen weiterhin benennen. Das Krankenhaus berücksichtigt diese Angaben im Rahmen des digitalen Prozesses.

Besonderes Augenmerk legt das Krankenhaus zudem auf den Datenschutz. Nach Angaben der Einrichtung werden erste Anfragen an potenzielle Leistungserbringer ausschließlich anonymisiert versendet. Erst nach einer verbindlichen Zusage werden die erforderlichen personenbezogenen Daten verschlüsselt und datenschutzkonform übertragen.

Die Nutzung des digitalen Entlassmanagements erfolgt auf freiwilliger Basis. Die erforderliche Einwilligung wird wie bisher im Rahmen des Behandlungsvertrages eingeholt. Mit der Einführung von Care-Bridge verfolgt das Krankenhaus das Ziel, die Nachsorgeprozesse effizienter zu gestalten und die Patientenversorgung über die stationäre Behandlung hinaus besser zu koordinieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert