Grundsteinlegung für das Deutsche Herzzentrum der Charité: Herzmedizin der Zukunft in Berlin

Neubau am Campus Virchow-Klinikum schafft moderne Infrastruktur für Forschung, Lehre und Spitzenversorgung

Am Campus Virchow-Klinikum der Charité in Berlin wurde der symbolische Grundstein für den Neubau des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) gelegt. Das Projekt zählt zu den größten und modernsten Herzzentren Europas und markiert einen entscheidenden Meilenstein für die zukunftsorientierte Herzmedizin in der Hauptstadt. Unter den Gästen waren Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Parlamentarischer Staatssekretär Tino Sorge sowie Gesundheitssenatorin Dr. Ina Czyborra.

Der 17-geschossige Neubau bietet auf rund 30.000 Quadratmetern Platz für 320 Patientenbetten, 20 Operationssäle, Hybrid-Operationssäle und Herzkatheter-Labore. Eine integrierte Zentrale Notaufnahme sowie eine zentrale Sterilgutversorgung unterstreichen die campusübergreifende Bedeutung für die Berliner Universitätsmedizin. Das Gebäude wird als digitale Modellklinik konzipiert: modernste Kommunikationstechnik, Robotiksysteme und ein neues Krankenhausinformationssystem sollen die Patientenversorgung digital optimieren. Gleichzeitig setzt der Neubau auf Healing Architecture, um ein patientenorientiertes Umfeld zu schaffen, das Heilung, Prävention und persönliche Zuwendung miteinander verbindet. Auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden stehen im Fokus. Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element: Langlebige, recycelbare Materialien, emissionsarme Baustoffe, Wärmerückgewinnung, effiziente Gebäudetechnik, begrüntes Dach und Fotovoltaikflächen sorgen für eine ressourcenschonende Bauweise.

Neben der Versorgung liegt ein Schwerpunkt auf Forschung, Lehre und Translation. Rund 10 Prozent der Fläche sind für wissenschaftliche Einrichtungen, Labore, Studienbüros und Lehrbereiche vorgesehen. Ein eigenes Studienzentrum erleichtert die Planung und Durchführung klinischer Studien, während translational arbeitende Teams Forschungsergebnisse schnell in die Praxis überführen.

Die Finanzierung erfolgt zu 421 Millionen Euro durch das Land Berlin und 100 Millionen Euro durch den Bund, die Gesamtkosten betragen 521 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant, die Inbetriebnahme für Sommer 2029.