Brandenburg: Klinikum Dahme-Spreewald fordert Investitionssicherheit
Ministerbesuch von René Wilke unterstreicht Bedeutung von Notfallversorgung, Klinikumbau und stabilen Rahmenbedingungen im ländlichen Raum
Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke und Staatssekretärin Dr. Friederike Haase haben am 28. Mai 2026 das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen im Klinikum Dahme-Spreewald besucht. Im Mittelpunkt standen die Rolle des Standorts für die regionale Versorgung, die Herausforderungen der Notfallversorgung sowie notwendige Bau- und Transformationsvorhaben. Das Klinikum fordert dabei vor allem verlässliche politische und finanzielle Rahmenbedingungen für die Zukunft.
Der Besuch des brandenburgischen Gesundheitsministers René Wilke im Klinikum Dahme-Spreewald hat die zentrale Rolle regionaler Krankenhäuser für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum erneut in den Fokus gerückt. Gemeinsam mit Staatssekretärin Dr. Friederike Haase informierte sich der Minister im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen über aktuelle Versorgungsstrukturen, laufende Transformationsprozesse und geplante Investitionsvorhaben.
Das Klinikum Dahme-Spreewald mit seinen Standorten in Königs Wusterhausen und Lübben gilt als wichtiger Grund- und Regelversorger der Region. Mit einer hohen Zahl an stationären und ambulanten Patientinnen und Patienten übernimmt es eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung des Landkreises. Nach Angaben der Klinikverantwortlichen steht insbesondere die Sicherstellung einer wohnortnahen und gleichzeitig leistungsfähigen Versorgung im Mittelpunkt der strategischen Entwicklung.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der Zentralen Notaufnahme am Standort Königs Wusterhausen. Dort zeigen sich nach Einschätzung der Klinikleitung die wachsenden Herausforderungen der modernen Notfallversorgung besonders deutlich. Steigende Patientenzahlen, komplexere medizinische Fälle sowie die enge Verzahnung von Rettungsdienst, ambulanter Versorgung und stationären Strukturen erhöhen den organisatorischen und infrastrukturellen Druck. Das Klinikum betont, dass moderne bauliche und organisatorische Konzepte entscheidend seien, um Patientenströme effizient zu steuern und Mitarbeitende zu entlasten.
Neben der Notfallversorgung standen die geplanten Bau- und Transformationsvorhaben im Mittelpunkt der Gespräche. Diese werden vom Klinikum als zentrale Voraussetzung gesehen, um die medizinische Versorgung langfristig sicherzustellen. Dazu zählen sowohl infrastrukturelle Modernisierungen als auch Anpassungen an veränderte medizinische Anforderungen und digitale Prozesse.
Geschäftsführer des Klinikums und Vertreter des Sana-Konzerns machten im Rahmen des Besuchs deutlich, dass stabile politische und finanzielle Rahmenbedingungen eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser Vorhaben seien. Insbesondere in ländlichen Regionen trügen Krankenhäuser eine besondere Verantwortung, da sie nicht nur medizinische Leistungen erbringen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Daseinsvorsorge leisten.
Im Gespräch mit dem Minister wurde zudem auf die Auswirkungen aktueller gesundheitspolitischer Reformen verwiesen. Themen wie die bundesweite Krankenhausreform sowie geplante Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung wurden als zentrale Einflussfaktoren für Investitionsentscheidungen und Versorgungsplanung bewertet. Aus Sicht des Klinikums ist entscheidend, dass diese Rahmenbedingungen die Realität vor Ort stärker berücksichtigen und Planungssicherheit gewährleisten.
Auch die Rolle regionaler Gesundheitsnetzwerke wurde hervorgehoben. Das Klinikum versteht sich als Teil eines sektorenübergreifenden Versorgungssystems, das stationäre, ambulante und notfallmedizinische Strukturen miteinander verbindet. Ziel sei es, Patienten möglichst zielgerichtet in die jeweils passende Versorgungsebene zu steuern und gleichzeitig die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen.
Insgesamt wurde im Rahmen des Besuchs deutlich, dass die Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft in Brandenburg eng mit Investitionsfähigkeit, Planbarkeit und sektorenübergreifender Zusammenarbeit verknüpft ist. Sowohl das Klinikum als auch die Landespolitik sehen die Notwendigkeit, Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln, um den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht zu werden.




