Universitätsspital Zürich investiert in neues Klinikinformationssystem
Epic-System ersetzt 15 Altlösungen – Fokus auf Digitalisierung, Patientenorientierung und Entlastung der Mitarbeitenden
Das Universitätsspital Zürich (USZ) geht einen wichtigen Schritt in seiner Digitalisierungsstrategie: Der Spitalrat hat beschlossen, in den kommenden Jahren ein neues Klinikinformationssystem (KIS) des international renommierten Anbieters Epic Systems einzuführen. Ziel ist ein durchgängiger, digital gestützter Patientenpfad – personalisiert, vernetzt und patientenzentriert.
„Wir verfolgen die Vision des durchgehenden Patientenpfades. Das heisst: Vom Termin bis zum Austritt erhalten die Patienten und USZ-Mitarbeitenden einen spürbar besseren Informationszugang. Damit folgen wir konsequent unserer USZ-Strategie 2030, bei der die Digitalisierung zentral für die Zukunftsfähigkeit des Spitals ist“, erklärt Monika Jänicke, CEO des Universitätsspitals Zürich.
Mit der Einführung des neuen KIS werden rund 15 bestehende Systeme ersetzt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies unter anderem:
- vereinfachte Terminbuchung und Verwaltung, etwa über App oder Online-Portal,
- schnellerer Zugriff auf eigene Gesundheitsdaten,
- optimierte Behandlungsqualität durch bessere interdisziplinäre Vernetzung,
- individuellere Therapien dank strukturierter Datenverfügbarkeit.
Auch die Mitarbeitenden sollen spürbar entlastet werden. Viele administrative Routinen übernimmt künftig das System, wodurch Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung gewinnen. „Mit dem neuen KIS werden wir ein effizientes Hilfsmittel erhalten, das uns spürbar besser in unserer täglichen Arbeit unterstützt. Ich bin überzeugt, dass Mitarbeitende wieder mehr das tun können, wofür sie sich in der Ausbildung und im Beruf entschieden haben“, so Jänicke.
Die Investitionssumme liegt bei 94,8 Millionen Franken über zehn Jahre. Finanziert wird das Projekt vollständig aus eigenen Mitteln des USZ. Trotz hoher Initialkosten bezeichnet das Spital die Lösung von Epic als langfristig wirtschaftlichste und nutzeneffizienteste Option.
Neben der unmittelbaren Patientenversorgung verspricht sich das USZ auch Impulse für Forschung und Lehre: Mit Einwilligung der Patienten sollen strukturierte Daten für klinische Forschung nutzbar werden, um Innovationen in Diagnostik und Therapie zu fördern.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Datenschutz. Sämtliche Patientendaten werden auf USZ-eigenen Servern gespeichert und unterliegen den strengen kantonalen und schweizerischen Bestimmungen. Die Abstimmung erfolgt eng mit der Datenschutzbeauftragten Zürich (DSB).
Mit der Einführung des neuen KIS – voraussichtlich ab 2027 – will das Universitätsspital Zürich seine Position als international führender Standort für Spitzenmedizin und Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter ausbauen.




