SPIE modernisiert Kommunikationsinfrastruktur der Städtischen Kliniken Mönchengladbach

Neue IP-Plattform und DECT-System sollen Ausfallsicherheit und IT-Sicherheit im Klinikbetrieb stärken

Der technische Dienstleister SPIE treibt die Modernisierung der Kommunikationsinfrastruktur bei den Städtische Kliniken Mönchengladbach voran. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer IP-basierten Kommunikationsplattform mit ergänzender DECT-Telefonie, um die Ausfallsicherheit und digitale Vernetzung im Klinikbetrieb nachhaltig zu verbessern.

Nach Angaben des Unternehmens ersetzt die neue Lösung schrittweise die bisherige Telefonanlage und schafft eine hochverfügbare Kommunikationsstruktur. Die Umsetzung erfolgt unter laufendem Betrieb, um die kontinuierliche Erreichbarkeit in allen Versorgungsbereichen sicherzustellen. Ein Teil der rund 950 DECT-Endgeräte wurde bereits im November 2025 installiert, weitere Komponenten befinden sich aktuell in der Inbetriebnahme. Die finale Abnahme des Systems ist für März 2026 vorgesehen.

Krankenhäuser gelten als Kritische Infrastrukturen (KRITIS) und unterliegen daher besonderen Anforderungen an IT-Sicherheit, Redundanz und Verfügbarkeit. Insbesondere die interne und externe Kommunikation spielt eine zentrale Rolle für die Steuerung klinischer Prozesse sowie für die Patientensicherheit. Vor diesem Hintergrund umfasst das Projekt neben der technischen Modernisierung auch die Weiterentwicklung des IT-Sicherheitskonzepts.

Im Zentrum der Umsetzung steht die Integration einer IP-basierten Kommunikationsplattform, einschließlich der Anbindung der DECT-Infrastruktur. Ergänzend wurde ein Notfall-Gateway entwickelt, das im Falle von IT-Störungen automatisch auf eine alternative Kommunikationsstruktur umschaltet. Dadurch soll gewährleistet werden, dass kritische Kommunikationswege auch bei Systemausfällen stabil bleiben.

Die Migration erfolgte parallel zur bestehenden Telefonanlage, um Risiken während der Umstellungsphase zu minimieren. Darüber hinaus wurden Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden durchgeführt, um den Umgang mit der neuen Technologie im Klinikalltag sicherzustellen.

Aus Sicht des Krankenhausmanagements unterstreicht das Projekt die wachsende Bedeutung digitaler Infrastrukturen für die Betriebsstabilität und Versorgungssicherheit. Investitionen in resiliente Kommunikationssysteme werden zunehmend zu einem strategischen Faktor, insbesondere im Kontext steigender Anforderungen an IT-Sicherheit und Krisenfestigkeit im Gesundheitswesen.

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