Meierhofer stellt neue digitale Patientenkurve für Kliniken vor

Zentrale Lösung bündelt alle Messwerte und Dokumentationen fallübergreifend – Echtzeitdaten erleichtern Prozesse in Intensiv- und Normalstation

Die Meierhofer AG hat eine neue Patientenkurve vorgestellt, die ambulante und stationäre Behandlungsprozesse in Krankenhäusern fallübergreifend abbildet. Laut Unternehmensangaben soll die Lösung Ärztinnen, Ärzten und Pflegefachpersonal eine gemeinsame Sicht auf Patientendaten ermöglichen, Schnittstellen reduzieren und Arbeitsprozesse im Klinikalltag effizienter gestalten. Die Kurve befindet sich derzeit in der Entwicklung und soll die bisherigen Systeme M-KIS und M-PDMS verbinden.

Die digitale Kurve wird künftig von der Notaufnahme über Intensiv- und Intermediate-Care-Bereiche bis hin zur Normalstation einsetzbar sein. Sie bietet eine zentrale grafische Oberfläche, in der Vitaldaten, Laborwerte, Beatmungs- und Dialysewerte sowie Medikation und ärztliche Berichte gleichzeitig angezeigt werden. Anwenderinnen und Anwender können Informationen prozessorientiert dokumentieren, Verlegungen zwischen den Stationen nachvollziehen und Trends im Gesundheitsstatus der Patientinnen und Patienten erkennen. „Wenn ich als Fachkraft konzentriert in der Kurve arbeiten kann, ohne immer wieder in andere Module springen zu müssen, hilft mir das, den Fokus zu behalten. Das wirkt sich auf meine Arbeitsqualität, Arbeitszeit und Zufriedenheit aus“, erklärt Christian Köhl, Bereichsleiter Vertrieb und Kundenprojekte bei Meierhofer.

Die Patientenkurve wird schrittweise ausgebaut: Bereits produktiv ist die Messwertkurve für den Intensivbereich, Mitte 2026 folgt eine Schockraumkurve, die speziell auf Notfallsituationen zugeschnitten ist und Medikationsdaten integriert. Zentrale Funktion ist der Datamanager, der Messwertdaten in Echtzeit verarbeitet und ab Ende 2026 auch Infusions- und Spritzenpumpendaten darstellen kann. Dadurch sollen Doppeldokumentationen und Datenverluste vermieden werden, während die volle Funktionalität des Krankenhausinformationssystems (KIS) auch für kritische Patientinnen und Patienten verfügbar ist.

Darüber hinaus ermöglicht die Kurve individuelle Profile für unterschiedliche Fachbereiche, etwa Diabetologie oder Schmerztherapie, sodass spezielle Parameter direkt neben relevanten Messwerten visualisiert werden. Medikationsprüfungen und Änderungsprotokolle sorgen für konsistente Datenqualität und erhöhen die Patientensicherheit. Sandy Böhme, Product Owner bei Meierhofer, betont: „Die Patientenkurve ist das Herzstück klinischer Dokumentation, sie visualisiert Behandlung und Patientenstatus und trägt maßgeblich zur Patienten- und Mitarbeitersicherheit bei.“

Mit der neuen Kurve reagiert Meierhofer auf den zunehmenden Bedarf an integrierter, digitaler Dokumentation in Kliniken. Das System soll die digitale Versorgung weiter vorantreiben und die Arbeitsprozesse interdisziplinär vereinfachen.

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