KI muss bereits in die Krankenhausplanung einfließen

Whitepaper von ENDERA und Fraunhofer IAIS zeigt Anforderungen an KI-fähige Klinikneubauten und Modernisierungen

Künstliche Intelligenz sollte nach Einschätzung der ENDERA-Gruppe und des Fraunhofer IAIS bereits bei der Planung von Krankenhausneubauten und Modernisierungen berücksichtigt werden. Ein gemeinsames Whitepaper zeigt, welche infrastrukturellen, organisatorischen und regulatorischen Voraussetzungen Kliniken schaffen müssen, damit KI-Anwendungen langfristig sinnvoll eingesetzt werden können.

Entscheidungen bei der Planung eines Krankenhauses bestimmen dessen bauliche und technische Strukturen über Jahrzehnte. Das betrifft zunehmend auch die Voraussetzungen für Künstliche Intelligenz im Krankenhaus. Nach Einschätzung der ENDERA-Gruppe und des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS entsteht die notwendige KI-Readiness deshalb nicht erst mit der Einführung einzelner Anwendungen, sondern bereits während der Planungsphase.

Netzwerktopologie, Kapazitäten von Serverräumen, Dateninfrastruktur und Schnittstellenarchitekturen lassen sich nach Fertigstellung eines Gebäudes häufig nur mit erheblichem technischen und finanziellen Aufwand verändern. Bei Neu- und Umbauprojekten müsse daher frühzeitig berücksichtigt werden, welche Anforderungen digitale und KI-gestützte Versorgungsmodelle künftig an Gebäude und IT stellen.

Das Whitepaper setzt diese Überlegungen in den Kontext des strukturellen Wandels der Krankenhausversorgung. Krankenhausreform, Fachkräftemangel und vielerorts sanierungsbedürftige Gebäude erhöhen den Veränderungsdruck. Gleichzeitig sollen neu entstehende Krankenhausstrukturen für mehrere Jahrzehnte nutzbar und anpassungsfähig bleiben.