DKG fordert klaren gesetzlichen Rahmen für Künstliche Intelligenz im Krankenhaus
Positionspapier mahnt Rechts- und Finanzierungssicherheit für den KI-Einsatz in Kliniken an
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ein neues Positionspapier zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Krankenhaus vorgelegt. Darin fordert der Verband einen klaren gesetzlichen Fahrplan, um den sicheren, rechtskonformen und innovationsfreundlichen Einsatz von KI im Gesundheitswesen zu ermöglichen.
Zentrale Punkte sind die gesetzliche Klarstellung beim KI-Training, die Erweiterung der Forschungsregelungen für klinische Daten und die Klärung von Haftungsfragen im Zusammenhang mit KI-Systemen. Nur so könne eine flächendeckende Integration von KI-Anwendungen, etwa bei der bildgestützten Diagnostik, gelingen.
„Künstliche Intelligenz verändert nicht nur rasant unser Alltagsleben, sie wird auch immer mehr zum transformativen Faktor zur Weiterentwicklung der Medizin und der Gesundheitsversorgung“, erklärte Prof. Dr. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG. Eine erfolgreiche Implementierung erfordere „klare rechtliche Rahmenbedingungen, eine breite, interoperable Datenbasis, KI-fähige Infrastrukturen, effektive Vernetzung und gezielte Unterstützungsprojekte für Kliniken“.
DKG fordert „KHZG 2.0“ und Einrichtung von KI-Hubs
Die DKG betont, dass die bisherigen Investitionen durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) für den Aufbau einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur nicht ausreichen. Sie fordert daher ein „KHZG 2.0“, das offene Plattformen, Betriebskosten und flexible Infrastrukturkomponenten fördert. Nur so könne die KI-Integration langfristig gelingen und Beschäftigte tatsächlich entlasten.
Zudem plädiert der Verband für die Einrichtung regionaler oder nationaler „KI-Hubs“, die Gesundheitseinrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung eigener KI-Strategien unterstützen. Diese Hubs sollen den Wissenstransfer zwischen Forschung, IT und klinischer Praxis fördern.
Erweiterung bestehender Netzwerke
Um das volle Potenzial der KI zu heben, müsse laut DKG die Vernetzung von Datenstrukturen weiter ausgebaut werden. Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und die Medizininformatik-Initiative (MII) sollten deshalb stärker mit weiteren Krankenhäusern und Leistungserbringern verknüpft werden, um umfassende longitudinale Datensätze bereitzustellen.
„Nur so können wir die Potenziale von KI für die Gesundheitsversorgung wirklich ausschöpfen, die Beschäftigten gezielt entlasten und Effizienzgewinne in mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten übersetzen“, so Neumeyer.




