Datenvernetzung in der Frühreha: Therapiezentrum Burgau optimiert OPS-Dokumentation

Automatisierte Schnittstellen zwischen GRIPS und RehaTIS reduzieren Zeitaufwand und Fehlerquote

Die neurologische Frührehabilitation stellt hohe Anforderungen an die Dokumentationsdichte. Das Therapiezentrum Burgau hat nun einen entscheidenden Durchbruch bei der Prozessautomatisierung erzielt: Durch eine neue Schnittstelle zwischen der Pflegedokumentation RECOM-GRIPS und dem Therapieplanungssystem RehaTIS werden OPS-relevante Minutenwerte nun vollständig automatisiert zusammengeführt. Dies sichert nicht nur die Erlöse für den komplexen OPS 8-552, sondern entlastet das Personal auch bei der neuen PPR 2.0-Einstufung.

Für Fachkliniken der neurologischen Frührehabilitation ist der Operationen- und Prozedurenschlüssel OPS 8-552 die zentrale Abrechnungsbasis. Die Anforderungen sind strikt: Im Durchschnitt müssen pro Patient und Tag 300 Minuten an Therapie- und Pflegeleistungen nachgewiesen werden. Bisher war dieser Nachweis im Therapiezentrum Burgau mit manuellem Aufwand verbunden, da Daten aus verschiedenen Systemen (analog, digital, hybrid) zusammengeführt werden mussten. Bettina Vogt, Pflegebereichsleitung in Burgau, berichtet von zeitaufwendigen Doppelerfassungen, die nun der Vergangenheit angehören.

Dank des Digitalisierungsprojekts unter der Leitung von Robert Schweihofer fließen die Daten aus dem Dokumentationssystem GRIPS nun täglich automatisiert in das Planungstool RehaTIS. Damit ist es gelungen, die „Datensilos“ zwischen Pflege und Therapie aufzubrechen. Das System ermöglicht nun ein zentrales Monitoring der erbrachten Minutenwerte in Echtzeit. Nur durch diese lückenlose und strukturierte Zusammenführung der professionsübergreifenden Leistungen lässt sich der geforderte OPS-Standard sicher erfüllen und das Erlösausfallrisiko minimieren.

Effizienzsteigerung durch Interoperabilität

Das Beispiel Burgau verdeutlicht, dass Digitalisierung im Krankenhaus dort den größten Mehrwert schafft, wo sie Schnittstellen optimiert. Bei jährlich 700 bis 800 behandelten Fällen mit schwersten zerebralen Schädigungen führt die automatisierte Datenübernahme nicht nur zu einer höheren Datenqualität, sondern gibt dem Pflegepersonal wertvolle Zeit für die direkte Patientenversorgung zurück.

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