Neues Rechenzentrum stärkt digitale Zukunft des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim
IT-Infrastruktur auf 220 Kilowatt ausbaubar – Grundlage für Cybersicherheit, Digitalisierung und KI-Anwendungen
Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim hat rund ein Jahr nach dem symbolischen Spatenstich sein neues Rechenzentrum offiziell in Betrieb genommen. Die neue Infrastruktur soll die technische Grundlage für die weitere Digitalisierung des Krankenhauses schaffen und zugleich die Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit kritischer IT-Systeme erfüllen. Das zunächst auf 100 Kilowatt ausgelegte Rechenzentrum kann auf bis zu 220 Kilowatt erweitert werden und bietet damit auch Kapazitäten für künftige Anwendungen der Künstlichen Intelligenz.
Rund ein Jahr nach dem Beginn der Bauarbeiten ist das neue Rechenzentrum des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim offiziell in Betrieb gegangen. Mit dem Neubau investiert die BBT-Gruppe in die digitale Infrastruktur des Krankenhauses und schafft zusätzliche technische Kapazitäten für die kommenden Jahre.
Michael Raditsch, Direktor Unternehmenskultur am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, bezeichnete das Rechenzentrum als neues „Herzstück unserer IT“. Die Infrastruktur solle nicht nur den Mitarbeitenden zugutekommen, sondern letztlich auch die Versorgung der Patientinnen und Patienten unterstützen.
Rechenzentrum als kritische Infrastruktur
Die Bedeutung einer leistungsfähigen und sicheren IT-Infrastruktur für Krankenhäuser nimmt angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe weiter zu.
Dr. Frank Zils, Geschäftsführer der BBT-Gruppe, verwies bei der Inbetriebnahme auf die zunehmende Bedeutung kritischer Infrastrukturen. Eine zuverlässige technische Infrastruktur sei unverzichtbar für die tägliche Arbeit in den Einrichtungen.
Auch Landrat Christoph Schauder hob insbesondere den Aspekt der Cybersicherheit hervor. Ein Cyberangriff auf die Verkehrsgesellschaft des Landkreises habe gezeigt, welche konkreten Auswirkungen ein Ausfall digitaler Systeme haben könne. Das neue Rechenzentrum sei daher nicht nur eine technische Investition, sondern auch ein wichtiges Signal für die Leistungsfähigkeit der systemrelevanten Krankenhausversorgung in der Region.
Infrastruktur für weitere Digitalisierung
Mit dem Neubau sollen die Voraussetzungen für zahlreiche digitale Anwendungen geschaffen beziehungsweise verbessert werden. Dazu zählen unter anderem die elektronische Patientenakte, die digitale Vernetzung medizinischer Einrichtungen sowie zukünftige Anwendungen Künstlicher Intelligenz.
Manuela Zahn, Erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bad Mergentheim, bezeichnete das Rechenzentrum deshalb als digitales Herzstück einer modernen medizinischen Einrichtung. Der Schutz sensibler Patientendaten und der zuverlässige Betrieb medizinischer Systeme seien auf eine leistungsfähige IT-Infrastruktur angewiesen.
Rechenleistung kann mehr als verdoppelt werden
Carsten Hill, Bereichsleiter Infrastruktur der BBT-IT, erläuterte die technischen Eckdaten des neuen Rechenzentrums.
Die Anlage ist zunächst für eine Gesamtleistung von 100 Kilowatt ausgelegt und bietet Platz für zehn Racks. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur so konzipiert, dass sie mit dem wachsenden Bedarf erweitert werden kann. Die mögliche Endleistung liegt bei 220 Kilowatt.
Damit soll das Rechenzentrum auch für zukünftige Technologien und rechenintensive Anwendungen gerüstet sein. Insbesondere Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten perspektivisch zusätzliche Anforderungen an die IT-Infrastruktur von Krankenhäusern stellen.
Investition in Standort und Versorgung
Mit der Inbetriebnahme verbindet das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim die Themen Digitalisierung, IT-Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Die neue Infrastruktur soll eine höhere technische Leistungsfähigkeit ermöglichen und gleichzeitig die Grundlage für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb digitaler und medizinischer Systeme schaffen.
Die Investition wurde von den Vertretern der BBT-Gruppe, des Landkreises und der Stadt Bad Mergentheim zugleich als Bekenntnis zum Krankenhausstandort und zur regionalen Gesundheitsversorgung gewertet.




