Cybersicherheit im Gesundheitswesen: Studie fordert stärkere nationale und internationale Zusammenarbeit
SWP-Analyse sieht Cyberangriffe auf Krankenhäuser als Bedrohung für öffentliche Gesundheit und nationale Sicherheit
Cyberangriffe auf Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen nehmen weltweit zu. Eine aktuelle Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zeigt, dass zwischen 2022 und 2025 europaweit 351 signifikante Cyberangriffe auf Einrichtungen des Gesundheitswesens registriert wurden. Die Autoren fordern deshalb eine engere Verzahnung nationaler, europäischer und internationaler Sicherheitsstrukturen sowie eine stärkere strategische Koordination zum Schutz kritischer Gesundheitsinfrastrukturen.
Für Krankenhäuser gewinnt die Cyberresilienz damit weiter an Bedeutung. Neben technischen Schutzmaßnahmen rücken organisatorische Aspekte wie Notfallpläne, Krisenkommunikation, Backup-Strategien, Schulungen der Mitarbeitenden und regelmäßige Sicherheitsübungen zunehmend in den Fokus.
Die Autoren machen deutlich, dass Cyberangriffe längst nicht mehr ausschließlich wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern unmittelbar die Patientenversorgung gefährden können. Der Schutz digitaler Infrastrukturen werde deshalb zu einer zentralen Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens.




