US-Gesundheitswesen: Hohe Ausgaben, aber schlechtere Versorgung

US-Amerikaner zahlen deutlich mehr, erreichen aber niedrigere Lebenserwartung und höhere Babysterblichkeit als Deutschland

Die Ausgaben für Gesundheit in den USA sind enorm: Durchschnittlich 12.500 US-Dollar pro Jahr gibt jeder US-Amerikaner für medizinische Leistungen aus – mehr als doppelt so viel wie in Deutschland. Auch die Sozialausgaben, einschließlich Altersvorsorge und Gesundheitsversorgung, sind mit 30,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht höher als in Deutschland (30,4 Prozent), wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Trotz der hohen Investitionen schneiden die USA bei zentralen Gesundheitskennzahlen schlechter ab: Die Lebenserwartung ist niedriger und die Babysterblichkeit höher als in Deutschland.