Sicherstellungszuschlag: Liste der bedarfsnotwendigen Krankenhäuser für das Jahr 2025 veröffentlicht

Reduzierung der geförderten Standorte und Anpassungen bei Pauschalbeträgen

Die Vertragsparteien auf Bundesebene haben fristgerecht zum 30. Juni 2024 die Liste der bedarfsnotwendigen Krankenhäuser gemäß § 9 Absatz 1a Nummer 6 KHEntgG für das Jahr 2025 veröffentlicht. Insgesamt erhalten 121 Krankenhäuser im ländlichen Raum eine pauschale Förderung von insgesamt 60,2 Millionen Euro, die zusätzlich zur normalen Krankenhausfinanzierung gezahlt wird.

Verteilung der Fördermittel

  • 82 Häuser: je 400.000 Euro
  • 19 Häuser: je 600.000 Euro
  • 20 Häuser: je 800.000 Euro

Änderungen gegenüber dem Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr reduziert sich die Anzahl der geförderten bedarfsnotwendigen Häuser um 15 Standorte. Wesentliche Gründe für diese Reduktion sind:

  • Schließungen: Krankenhäuser in Holzminden und Tirschenreuth wurden geschlossen.
  • Kriterien nicht mehr erfüllt: 14 Standorte verlieren ihre Anspruchsberechtigung.
  • Reduzierte Zuschlagsberechtigung: 6 Standorte erhalten geringere Pauschalbeträge aufgrund einer gesunkenen Zahl der zuschlagsberechtigten Fachabteilungen.

Ein neuer Krankenhausstandort wurde in die Liste aufgenommen, da die Geburtshilfe eines Nachbarkrankenhauses dorthin verlagert wurde.

Vorbehaltliche Zuschläge und zukünftige Anpassungen

Die Zuschläge für Standorte der Grundversorgung mit den Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie sowie für Standorte mit Kinder- und Jugendmedizin stehen unter Vorbehalt. Die endgültige Feststellung der Notfallstufe und der Anforderungen an die Kindernotfallversorgung erfolgt durch die Vertragsparteien vor Ort in den Budgetverhandlungen für das Jahr 2025.

Sollte das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) wie geplant in Kraft treten, erhöhen sich die pauschalen Förderbeträge für die anspruchsberechtigten Krankenhäuser. In der Präambel der Vereinbarung wurde ein Verweis auf eine mögliche Änderungsvereinbarung aufgenommen.

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