Schleswig-Holstein erhöht Krankenhausinvestitionen auf rund 160 Millionen Euro im Jahr 2025

Land und Kommunen stocken Fördermittel weiter auf – Schwerpunkt auf Bauprojekten und Infrastruktur

Land und Kommunen in Schleswig-Holstein haben ihre Investitionen in die Krankenhausinfrastruktur im Jahr 2025 erneut deutlich ausgeweitet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, wurden insgesamt rund 160 Millionen Euro für Bauprojekte, Ausstattung und strukturelle Maßnahmen an den Kliniken im Land bereitgestellt. Damit setzt sich der seit mehreren Jahren erkennbare Aufwärtstrend bei den Krankenhausinvestitionen fort.

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken betont die gemeinsame Verantwortung von Land und kommunaler Ebene für eine stabile stationäre Versorgung. „2025 haben wir gemeinsam rund 160 Millionen in Schleswig-Holsteins Kliniken investiert. Das ist ein notwendiger Kraftakt, damit Krankenhäuser eine funktionierende Basis für die Versorgung haben“, erklärte die Ministerin. Zugleich dankte sie den Kreisen und kreisfreien Städten für die hälftige Mitfinanzierung der Investitionen.

Der Gesamtbetrag von 159,8 Millionen Euro, der im Jahr 2025 investiert wurde, setzt sich aus mehreren Förderlinien zusammen. Den größten Anteil bilden 113,3 Millionen Euro für Einzelförderungen im Rahmen konkreter Krankenhausbauprojekte. Davon entfielen 44 Millionen Euro auf die originäre Investitionsförderung, 68 Millionen Euro auf Mittel aus dem Infrastrukturprogramm IMPULS sowie 1,3 Millionen Euro auf sektorenübergreifende Versorgungsprojekte. Ergänzend wurden 46,5 Millionen Euro als pauschale Fördermittel für kurzfristige Anlagegüter und kleinere bauliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt.

Gefördert wurden unter anderem die Fortsetzung von Baumaßnahmen am Städtischen Krankenhaus Kiel, ein Klinikanbau mit Palliativstation am St. Elisabeth Krankenhaus Eutin, der Neubau der Psychiatrie am Westküstenklinikum Heide, das Notfallzentrum in Reinbek sowie der neue Pflegecampus auf dem Gelände des St. Adolf-Stifts.

Im Mehrjahresvergleich zeigt sich eine kontinuierliche Steigerung der Investitionsmittel. Während im Jahr 2019 noch rund 74,7 Millionen Euro bereitgestellt wurden, stiegen die Fördervolumina über 97 Millionen Euro (2020), 103 Millionen Euro (2021) und 106,9 Millionen Euro (2022) bis auf 150 Millionen Euro im Jahr 2024. Mit dem aktuellen Wert für 2025 erreicht Schleswig-Holstein damit erneut einen Höchststand.

Hintergrund der Krankenhausfinanzierung ist die bundesweit geltende duale Struktur: Während die laufenden Betriebskosten der Krankenhäuser über gesetzlich geregelte Vergütungssysteme und die Krankenkassen finanziert werden, liegt die Verantwortung für Investitionen in Gebäude und Grundausstattung bei den Ländern. In Schleswig-Holstein ist dabei gesetzlich eine hälftige Finanzierung durch Land und Kommunen vorgesehen.

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