Kritik an der Krankenhausreform: Marburger Bund warnt vor negativen Auswirkungen

Alle notwendigen Personalkosten der direkten Patientenversorgung als Vorhaltekosten finanzieren

Die geplante Krankenhausreform wird dem selbst gesetzten Ziel einer Verbesserung der Krankenhausversorgung nicht gerecht, kritisiert die 143. Hauptversammlung des Marburger Bundes in Mainz.

Es werde befürchtet, dass die geplante Krankenhausreform, die darauf abziele, die Zahl der Leistungserbringer zu reduzieren, den ökonomischen Druck durch unzureichende Finanzierungsgrundlagen erhöhen könnte. Dies könnte zu einem forcierten Abbau von Krankenhauskapazitäten führen, was die flächendeckende Versorgung und die fachärztliche Weiterbildung verschlechtern könnte. Darüber hinaus könnte die fallbezogene Abrechnung auf der Grundlage von zukünftig drei Vergütungssäulen zu noch mehr Bürokratie führen. Der Marburger Bund hält es für inakzeptabel, dass ein solcher Großversuch ohne flächendeckendes Versorgungskonzept, ohne vorherige Bedarfsanalyse und ohne Folgenabschätzung eingeleitet werden soll. Dies geht aus dem Beschluss der Delegierten hervor. Sie warnen vor den komplexen Folgen dieser Reform für die Versorgung der Patientinnen und Patienten…