AOK Bayern schließt versehentlich tausende elektronische Patientenakten
Systemumstellung führt zu Fehlkennzeichnung als Widerspruch – rund 6.400 ePAs betroffen
Nach einer geplanten Systemumstellung ist es bei der AOK Bayern zu erheblichen Problemen mit der elektronischen Patientenakte (ePA) gekommen. Wie die Krankenkasse gegenüber heise online bestätigte, wurden infolge eines Fehlers bei beteiligten IT-Dienstleistern rund 6.400 elektronische Patientenakten fälschlicherweise geschlossen. Die Akten seien irrtümlich als „aufgrund eines eingereichten Widerspruchs“ deaktiviert worden.
Über den Vorfall hatte zuvor unter anderem der Ärztenachrichtendienst berichtet. Nach Angaben der AOK Bayern entspricht die Zahl der betroffenen Akten rund 0,14 Prozent der Versicherten der Kasse.
Update 11.02.26: IT-Umstellung führt zu vorübergehender Sperrung – Daten sicher und wiederhergestellt
Die AOK Bayern habe die betroffenen Versicherten unmittelbar informiert. Die gesperrten Akten wurden bereits neu angelegt und können seitdem wieder uneingeschränkt genutzt werden. IT-Dienstleister und gematik bestätigten inzwischen, dass die Daten der Versicherten wieder vollständig in die ePA eingestellt werden konnten. Die AOK betont, dass es sich bei dem Vorfall um keinen Hackerangriff handelt. Die Daten waren und sind sicher verschlüsselt in Backups gespeichert, und unbefugte Dritte hatten zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die sensiblen Informationen.
„Wir haben alle notwendigen Schritte unternommen, um die Akten schnell wiederherzustellen und die Versicherten transparent zu informieren“, erklärte ein Sprecher der AOK Bayern.






