Krankenhauskosten in Sachsen-Anhalt steigen 2024 um 4,7 Prozent

Personalkosten nehmen weiter zu – stationäre Versorgung verteuert sich überdurchschnittlich

Nach aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt beliefen sich die Krankenhauskosten im Jahr 2024 auf insgesamt rund 4,0 Milliarden Euro. Damit lagen die Ausgaben 0,2 Milliarden Euro bzw. 4,7 Prozent höher als im Vorjahr. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich ein deutlicher Anstieg: Gegenüber 2014 erhöhten sich die Kosten um 1,4 Milliarden Euro bzw. 54,1 Prozent.

Unter Herausrechnung der 0,4 Milliarden Euro für nichtstationäre Leistungen ergaben sich für die stationäre Versorgung 3,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 10,4 Prozent gegenüber 2023 – und damit einer deutlich dynamischeren Entwicklung als bei den Gesamtkosten.

Ein wesentlicher Ausgabentreiber waren erneut die Personalkosten, die 2024 bei rund 2,4 Milliarden Euro lagen. Das entspricht 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Sachkosten verharrten hingegen nahezu unverändert bei etwa 1,5 Milliarden Euro.

Auffällig bleibt die Entwicklung der Energie- und Betriebskosten: Während diese 2023 um 33,0 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro angestiegen waren, gingen sie 2024 wieder leicht zurück und lagen bei rund 0,08 Milliarden Euro. Damit stabilisiert sich dieser Kostenblock nach einem außergewöhnlich starken Anstieg im Vorjahr.

Die Zahlen zeigen: Insbesondere der Personalbereich sowie die zunehmenden Anforderungen an die stationäre Versorgung treiben die Kostenentwicklung im Krankenhauswesen Sachsen-Anhalts weiter voran.