Krankenhausaufenthalte in Thüringen 2024: Vollstationäre Fälle steigen deutlich an

Thüringer Landesamt für Statistik meldet 534.154 vollstationäre Behandlungen – Zunahme von 9,1 Prozent seit 2021, häufigste Diagnosen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neubildungen.

Im Jahr 2024 wurden in den Thüringer Krankenhäusern 534.154 Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt. Das entspricht einem Anstieg um 1,9 Prozent gegenüber 2023 und um 9,1 Prozent seit 2021, nachdem die Fallzahlen zwischen 2017 und 2021 kontinuierlich gesunken waren.

Von den Behandelten wurden 9.418 Patienten (1,8 Prozent) bereits am Aufnahmetag wieder entlassen oder in ein anderes Krankenhaus verlegt, sogenannte Stundenfälle.

Die häufigsten Hauptdiagnosen waren:

  • Erkrankungen des Kreislaufsystems (ICD-10: I00-I99): 83.551 Fälle (15,6 Prozent), ein Zuwachs von 2,6 Prozent gegenüber 2023.
  • Neubildungen (ICD-10: C00-D48): 61.875 Fälle (11,6 Prozent), davon 51.250 bösartige Neubildungen (82,8 Prozent), Anstieg um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hinsichtlich des Wohnorts entfielen 484.079 Fälle (90,6 Prozent) auf Thüringer Einwohner, 49.219 Personen (9,2 Prozent) kamen aus anderen Bundesländern, und 856 Fälle (0,2 Prozent) stammten aus dem Ausland oder hatten unbekannten Wohnsitz.

Die Altersstruktur zeigt, dass die Mehrheit der Patienten älter war: 62,1 Prozent (331.843 Fälle) waren 60 Jahre oder älter, darunter 11,4 Prozent (60.718 Fälle) im Alter von 80 bis unter 85 Jahren. Kinder unter fünf Jahren wurden in 23.234 Fällen (4,3 Prozent) vollstationär behandelt.

Die Daten verdeutlichen die steigende Belastung der Thüringer Krankenhäuser, insbesondere durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bösartige Neubildungen, sowie die zunehmende Rolle älterer Patienten in der stationären Versorgung.

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