2025 für Kliniken: Zwischen wirtschaftlicher Belastung und notwendigen Reformen
Der VKD zieht Bilanz des Jahres und gibt Ausblick auf 2026: Finanzielle Engpässe, Bürokratie und Reformdruck belasten Krankenhäuser weiterhin stark
Das Jahr 2025 hinterlässt bei den Kliniken gemischte Gefühle: „Die finanzielle Situation der meisten Kliniken ist weiterhin schlecht bis desaströs“, stellt der Verband des Klinikmanagements Deutschlands (VKD) in seiner Jahresbilanz fest. Gleichzeitig schreitet die Umsetzung der Krankenhausreform voran, deren Komplexität und bürokratischer Aufwand viele Häuser vor enorme Herausforderungen stellt.
Der VKD betont die Notwendigkeit einer Reform, kritisiert jedoch, dass viele gesetzliche Vorgaben nicht praxisgerecht seien: „Die angestrebten Vernetzungen aus Krankenhausreform, Anpassungen im Rahmen des Reformanpassungsgesetzes und dem nun als Referentenentwurf ebenfalls vorliegenden Gesetz zur Modernisierung der Notfallversorgung sind in ihrer Komplexität extrem herausfordernd.“ Ein Bürokratieentlastungsgesetz, das unnötigen Aufwand reduzieren könnte, fehle weiterhin.
Besonders kritisch sieht der Verband die finanzielle Belastung durch Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen: Die geplante Halbierung des Inflationsausgleichs für 2022 und 2023 entzieht den Kliniken 1,8 Milliarden Euro. Hinzu kommen kleinteilige Vorgaben für Personal- und Prozessgestaltung. „Die Krankenhäuser tragen damit einerseits den größten Teil des Sparpakets für die GKV in 2026“, so der VKD.
Auf der Jahrestagung des VKD im Juni 2025 wurde zudem die Umbenennung in Verband des Klinikmanagements Deutschlands beschlossen, um der zunehmenden Verantwortung und den erweiterten Aufgaben der kaufmännischen Führungskräfte Rechnung zu tragen.
Für 2026 prognostiziert der Verband weiterhin schwierige Rahmenbedingungen. Die Reformen, bürokratischen Vorgaben und finanziellen Einschränkungen werden zunehmend spürbar in der Praxis. Der VKD betont: „Die Kliniken müssen gestärkt und dürfen nicht weiter geschwächt werden. Wir werden auch in 2026 konstruktiv weiter an den besten praktischen Lösungen für die zahlreichen Themen arbeiten, um für unsere Patienten eine flächendeckende und sehr gute Versorgung sicherzustellen.“




