G-BA Qualitätssicherungskonferenz 2026

G-BA stellt neue QS-Verfahren und Qualitätsdaten in den Fokus

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das IQTIG laden am 26. und 27. November 2026 zur 17. Qualitätssicherungskonferenz nach Berlin ein. Im Mittelpunkt stehen neue QS-Verfahren, Patientenbefragungen, Patientensicherheit, Qualitätsverträge sowie aktuelle Ergebnisse der datengestützten Qualitätssicherung.

Die zweitägige Konferenz findet im Estrel Congress Center Berlin statt. Eröffnet wird sie von Karin Maag, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung. Anschließend ist ein Grußwort des Bundesgesundheitsministeriums vorgesehen.

Am ersten Veranstaltungstag stehen insbesondere aktuelle Entwicklungen der Qualitätssicherung und deren Umsetzung in der Versorgungspraxis auf dem Programm.

Neue QS-Verfahren und Patientensicherheit

In mehreren parallelen Veranstaltungsblöcken beschäftigt sich die Konferenz unter anderem mit neuen QS-Verfahren. Dazu gehören die Qualitätssicherung beim lokal begrenzten Prostatakarzinom, das Verfahren QS Schizophrenie sowie erste Erfahrungen mit QS Sepsis.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Patientenbefragungen. Diskutiert werden unter anderem die Patientenbefragung im Verfahren QS PCI und die systematische Messung von Patientenerfahrungen.

Für Krankenhäuser relevant sind außerdem Beiträge zur Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik nach der PPP-RL, zur Integration der externen Qualitätssicherung in das klinische Qualitätsmanagement sowie zur Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaften.

Weitere Themen sind Patientensicherheit und Patientenorientierung sowie die Qualitätsverträge nach § 110a SGB V. Dabei sollen auch erste Evaluationsergebnisse und praktische Erfahrungen aus Qualitätsverträgen vorgestellt werden.

IQTIG präsentiert Ergebnisse der datengestützten QS

Der zweite Konferenztag wird vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) gestaltet. Institutsleiter Dr. Thilo Grüning beschäftigt sich zum Auftakt mit der Frage, wie Qualitätssicherung wirksam zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen kann.

Anschließend werden Ergebnisse verschiedener QS-Verfahren vorgestellt. Auf dem Programm stehen unter anderem PCI und Koronarangiographie, Koronarchirurgie und Herzklappeneingriffe, Herzschrittmacher und Defibrillatoren sowie die Karotis-Revaskularisation.

Weitere Themenbereiche umfassen Cholezystektomie, Transplantationsmedizin und Dekubitusprophylaxe sowie Mammachirurgie, gynäkologische Operationen und Perinatalmedizin. Auch derzeit überarbeitete Verfahren zur Nierenersatztherapie, ambulant erworbenen Pneumonie sowie Hüft- und Knieendoprothesenversorgung werden behandelt.