Benchmarking in kirchlichen Krankenhäusern: Fokus auf Qualität für vulnerable Patientengruppen
Neue Referenzwerte sollen Qualitätsdefizite sichtbar machen und Versorgung verbessern
Der Verein Qualitätsindikatoren für Kirchliche Krankenhäuser (QKK) hat im Rahmen seines Benchmarkings die Versorgungsqualität in seinen Mitgliedseinrichtungen untersucht und dabei vulnerable Patientengruppen besonders in den Fokus genommen. Dazu zählen Menschen mit Demenz, Kinder und Jugendliche, Palliativpatienten sowie Patientinnen und Patienten mit besonderem Unterstützungsbedarf. Auch die Patientensicherheit wurde im Kontext der Benchmarking-Analysen berücksichtigt.
Die Ergebnisse wurden nicht nur statistisch zurückgemeldet, sondern durch Peer Reviews, Prozessanalysen und einrichtungsübergreifende Gruppenformate flankiert. Aus den Daten der Mitgliedseinrichtungen sowie durch eine Analyse des DatenBrowsers des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus konnten für 14 ausgewählte Indikatoren Referenzwerte ermittelt werden. Diese sollen als Orientierungshilfe für die Einschätzung von möglichen Qualitätsdefiziten dienen.
Die Studie zeigt: Zwar besteht eine große Übereinstimmung im Qualitätsniveau auf nationaler Ebene, jedoch deutet sich weiterhin Verbesserungspotenzial bei der flächendeckenden Versorgung vulnerabler Gruppen an. Die 14 Indikatoren können derzeit als repräsentative Sonden (Tracer) für die Qualität der stationären Versorgung genutzt werden. Eine Erweiterung des Indikatorensets könnte zukünftig eine noch umfassendere Abbildung der Versorgungsqualität für diese Patientengruppen ermöglichen.




