Pflegekammer Rheinland-Pfalz unter Druck – Mitgliederbefragung soll Klarheit bringen
Die Zukunft der Pflegekammer Rheinland-Pfalz steht auf dem Spiel. Im Jahr ihres zehnten Bestehens sieht sich die Kammer massiver Kritik ausgesetzt. Sowohl Pflegeeinrichtungen als auch Mitarbeitende hinterfragen ihre Rolle und den Nutzen
In diesem Jahr feiert die Pflegekammer Rheinland-Pfalz ihr zehnjähriges Bestehen, doch von Feierlaune ist wenig zu spüren. Die Kammer, die als erste ihrer Art bundesweit gegründet wurde, sieht sich Vorwürfen gegenüber, sie sei von der Branche entfremdet. Kritiker zweifeln an ihrem Sinn und Zweck. Mehrfach kam es bereits zu Demonstrationen, und am Dienstag findet in Koblenz eine Podiumsdiskussion statt. Die Kammer mit Sitz in Mainz vertritt Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, möchte deren Interessen in politische Entscheidungen einbringen und Berufsstandards sichern.
Trotz einiger Erfolge, wie dem Aufbau eines vollständigen Registers von Pflegefachpersonen und der Entwicklung einer Berufsordnung, sehen viele Pflegende die Kammer als unzureichend an. Sie kritisieren die Pflichtmitgliedschaft und die damit verbundenen Beiträge, die durchschnittlich bei knapp 140 Euro jährlich liegen.
Eine geplante Mitgliederbefragung soll ein Meinungsbild liefern und Verbesserungsbedarf aufzeigen. Die Kammer erhofft sich dadurch, ihre Arbeit stärker an den Bedürfnissen der Pflegefachpersonen auszurichten.






