Initiative gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung im Gesundheitswesen

Nordrhein-Westfalen setzt Zeichen für den Schutz von Beschäftigten

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium und zentrale Akteure des Gesundheitswesens haben eine gemeinsame Initiative gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung ins Leben gerufen. Die Kampagne unter den Hashtags #RassismusHilftKeinBisschen, #GewaltHilftKeinBisschen und #DiskriminierungHilftKeinBisschen macht auf Übergriffe aufmerksam und zeigt Solidarität mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Angesichts eines steigenden Anteils ausländischer Fachkräfte und zunehmender Gewaltvorfälle setzt die Initiative auf Prävention und Schutzmaßnahmen. Laut Polizeistatistik stiegen Straftaten in Kliniken zwischen 2019 und 2023 um 40 Prozent. Eine Umfrage ergab zudem, dass 80 Prozent der Mediziner und Fachkräfte in Praxen verbale Gewalt erleben, 43 Prozent berichteten von körperlichen Angriffen.

Zur Bekämpfung dieser Entwicklungen hat das Gesundheitsministerium einen „Runden Tisch“ eingerichtet, an dem Fachleute Strategien zum Schutz der Mitarbeitenden entwickeln. Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen hat bereits einen Leitfaden mit Sicherheitsempfehlungen veröffentlicht. Zudem wurde eine Studie zu Rassismus und Antisemitismus in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse 2026 erwartet werden.