S2k-Leitlinie: Transthorakale Echokardiographie

Neue Leitlinie soll Routineuntersuchungen in Kliniken und Praxen standardisieren und Vergleichbarkeit verbessern

Die transthorakale Echokardiographie (TTE) ist die am häufigsten durchgeführte nichtinvasive bildgebende Untersuchung des Herzens im deutschsprachigen Raum. Sie dient der Beurteilung der kardialen Funktion und findet Anwendung in der Kardiologie, Inneren Medizin, präoperativen Diagnostik sowie in Notfall- und Intensivsettings. Trotz ihrer weiten Verbreitung bestehen bislang kaum einheitliche Standards für Ablauf, Geräteeinstellungen sowie erforderliche Video- und Bildaufnahmen. Auch Mindeststandards für Normalbefunde sind bisher unklar.

Die neu veröffentlichte S2k-Leitlinie soll hier Abhilfe schaffen. „Ziel der Leitlinie ist es, in Abstimmung mit den betroffenen Fachgesellschaften eine einheitliche Empfehlung für Deutschland zu entwickeln“, heißt es in der Publikation. Demnach werden konkrete Vorgaben definiert, wie eine Echokardiographie durchzuführen ist und welche Messungen und Aufnahmen erforderlich sind. Diese Standardisierung soll die Vergleichbarkeit von Messwerten und Befunden erleichtern, die Verlaufsbeurteilung verbessern und die Daten für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen nutzbar machen.