Unimedizin Greifswald veröffentlicht Behandlungsergebnisse
Mitglied der IQM-Initiative setzt auf systematische Auswertung von Routinedaten
Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) hat ihre Behandlungsqualität transparent online veröffentlicht und geht damit weit über gesetzliche Vorgaben hinaus. Ziel der Maßnahme ist es, nicht nur Vertrauen durch Transparenz zu schaffen, sondern vor allem auch kontinuierlich die medizinische Qualität zu verbessern.
Die UMG ist Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) – einem Zusammenschluss von rund 450 Krankenhäusern in Deutschland und der Schweiz, die durch vergleichbare Routinedaten medizinische Qualität messbar und entwickelbar machen. Die Zahlen zeigen nicht nur die Ergebnisse der eigenen Klinik, sondern ermöglichen auch Benchmark-Vergleiche mit anderen IQM-Häusern.
Abweichungen in den Routinedaten liefern wichtige Hinweise. Bei auffälligen Veränderungen – sei es durch neue Rahmenbedingungen oder interne Faktoren – prüft die UMG gezielt nach. Prof. Reuter verweist auf ein Beispiel aus der IQM: Der Einsatz veränderten Nahtmaterials hatte bei einer Klinikgruppe zu mehr postoperativen Entzündungen geführt.
Die konsequente Offenlegung der Kennzahlen schafft nicht nur Vertrauen bei einweisenden Ärzten und Patienten, sondern fördert auch gezielte Verbesserungsprozesse innerhalb der Klinik. Besonders für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte stellt die Transparenz eine Entscheidungshilfe bei der Wahl geeigneter Kliniken dar.
Die IQM verfolgt das Prinzip „Messen, um zu verbessern“ und unterstützt Kliniken bei der systematischen Erfassung, Auswertung und Veröffentlichung von Qualitätskennzahlen. Gemeinsam versorgen die IQM-Krankenhäuser jährlich rund 6,8 Millionen stationäre Patienten – das entspricht etwa 40 Prozent aller stationären Behandlungen in Deutschland.
Die behandlungsbezogenen Qualitätsdaten der Universitätsmedizin Greifswald sind öffentlich zugänglich unter:
www.medizin.uni-greifswald.de/de/ueber-die-umg/qualitaetsberichte/






