Übernahme der Vitos Klinik für Neurologie besiegelt
Kreiskrankenhaus Weilburg übernimmt zum 1. Januar 2026 – Arbeitsplätze und Versorgung gesichert
Nach knapp dreimonatigen Verhandlungen ist die Zukunft der Vitos Klinik für Neurologie Weilmünster entschieden: Ab dem 1. Januar 2026 geht die Einrichtung offiziell in das Kreiskrankenhaus (KKH) Weilburg über. Der Übernahmevertrag wurde in feierlichem Rahmen von Esther Storto (Geschäftsführerin Vitos Weil-Lahn gGmbH), Thomas Schulz (Geschäftsführer KKH Weilburg) und Landrat Michael Köberle unterzeichnet.
„Unser Ziel war es, die Klinik für Neurologie mit ihrer hervorragenden Expertise als Einheit zu erhalten, die neurologische Versorgung der Menschen im Landkreis Limburg-Weilburg sowie alle Arbeitsplätze zu sichern. (…) Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg den besten Partner gefunden haben, um die Klinik interdisziplinär auszurichten und zukunftsfähig zu machen“, erklärte Susanne Simmler, Aufsichtsratsvorsitzende von Vitos und Landesdirektorin des LWV Hessen.
Auch Landrat Michael Köberle betonte die regionale Bedeutung: „Dieses Ergebnis ist von herausragender Bedeutung für die gesundheitliche Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger. (…) Besonders wichtig ist mir, dass alle Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben.“
Der Übergang, den auch das Hessische Gesundheitsministerium ausdrücklich unterstützt, sieht die Übernahme aller Mitarbeitenden, Leistungen sowie materiellen und immateriellen Wirtschaftsgüter vor. Das KKH Weilburg wird die derzeit genutzten Gebäude in Weilmünster für bis zu sechs Jahre mietfrei weiter nutzen. Der Kaufpreis beträgt -6,9 Millionen Euro, was neben Fördermitteln auch Investitionspauschalen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro jährlich einschließt.
Reinhard Belling, Vorsitzender Konzerngeschäftsführer von Vitos, sprach von einer schweren Entscheidung: „Aus Verantwortung für die Gesundheitsversorgung und die Mitarbeitenden geben wir die Klinik nun ab. Gern tun wir das nicht.“
Philipp Schlösser, Konzerngeschäftsführer von Vitos, lobte die „konstruktive Atmosphäre“ der Verhandlungen, während Chefarzt PD Dr. Christoph Best Erleichterung über die gefundene Lösung zeigte: „Für mich persönlich und mein ganzes Team stellten die vergangenen Monate eine enorme Herausforderung und emotionale Belastung dar. (…) Ich bin dem ganzen Team sehr dankbar, dass es zusammen- und durchgehalten hat.“
In den kommenden Monaten wird das KKH Weilburg die organisatorischen und technischen Grundlagen für den Übergang schaffen, unter anderem durch die Einführung des eigenen Klinikinformationssystems in Weilmünster. Ziel ist eine reibungslose Integration und die Stärkung der neurologischen Versorgung im Landkreis.






