Streit um Betriebsrenten in Warendorf: AMEOS enttäuscht über Ratsentscheidung

Stadt verweigere Millionen-Garantien für Klinikbeschäftigte – Kreistag springt mit Absicherung ein

Die Übernahme des insolventen Josephs-Hospitals in Warendorf durch die AMEOS-Gruppe wird von Differenzen zwischen dem neuen Betreiber und der Stadtverwaltung überschattet. Wie der WDR berichtet, habe der Rat der Stadt Warendorf in einer Sondersitzung finanzielle Garantien für die Altersvorsorge der über 900 Klinikbeschäftigten abgelehnt. AMEOS-Chef Dr. Axel Paeger kritisierte die Entscheidung scharf und warf dem Rat vor, die medizinische Versorgung der Bürger nicht ausreichend zu priorisieren.

Im Kern des Konflikts steht das finanzielle Risiko für die Zusatzversorgungskasse (ZVK) der Mitarbeiter, das sich auf bis zu 80 Millionen Euro belaufen könnte. Während der Investor eine Absicherung durch die Stadt forderte, pocht die Stadtverwaltung auf eine juristische Prüfung. Einen „Lichtblick“ sieht der Schweizer Klinikkonzern hingegen in der Entscheidung des Kreistags. Dieser hat kurzfristig bis zu drei Millionen Euro bereitgestellt, um Ausfallrisiken bei der Übernahme abzufedern und den Betrieb zu stabilisieren.

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