Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Ex-Chefarzt in Friedrichshafen ein
Verdacht der fahrlässigen Tötung am Medizin Campus Bodensee nicht bestätigt
Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen früheren Chefarzt des Medizin Campus Bodensee (Klinikum Friedrichshafen) eingestellt. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung habe sich nach Angaben der Ermittlungsbehörde nicht erhärtet, ein Tatnachweis konnte nicht geführt werden. Auslöser der Ermittlungen war der Suizid einer Oberärztin, die zuvor massive Missstände im Klinikum beklagt hatte, wie der SWR berichtet.
Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen einen früheren Chefarzt des Medizin Campus Bodensee eingestellt. Grundlage der Entscheidung ist laut einer Sprecherin der Behörde die Einschätzung, dass sich der ursprünglich erhobene Verdacht der fahrlässigen Tötung nicht bestätigen ließ. Ein belastbarer Tatnachweis habe im Verlauf der Ermittlungen nicht erbracht werden können.
Die Ermittlungen waren im Zusammenhang mit dem Suizid einer Oberärztin aufgenommen worden. Diese hatte zuvor nach Medienberichten auf erhebliche strukturelle und organisatorische Missstände im Umfeld des Klinikums hingewiesen. Der Fall hatte innerhalb des Hauses und darüber hinaus erhebliche Aufmerksamkeit ausgelöst und eine interne Untersuchung nach sich gezogen, in deren Folge der damalige Chefarzt bereits vor rund zwei Jahren entlassen worden war.




