SRH steigert Umsatz 2025 auf über 1,5 Milliarden Euro

Stiftungskonzern erzielt positives Jahresergebnis – Gesundheitsbereich bleibt trotz Klinikkrise profitabel

SRH Holding

Entwicklung der SRH: Gute Ergebnisse bei anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen Foto: SRH Holding

Die SRH hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen. Wie der gemeinnützige Stiftungskonzern mitteilt, stieg der Umsatz um 7,1 Prozent auf 1,546 Milliarden Euro. Das Jahresergebnis verbesserte sich auf 39,4 Millionen Euro. Trotz der angespannten Lage im deutschen Krankenhauswesen blieb auch der Gesundheitsbereich der SRH insgesamt profitabel.

Die SRH, Deutschlands größte gemeinnützige Stiftung für Bildung und Gesundheit, konnte ihre wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 weiter verbessern. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 1,546 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert von 1,443 Milliarden Euro um 7,1 Prozent. Das Jahresergebnis erhöhte sich von 33,4 Millionen Euro auf 39,4 Millionen Euro. Die Umsatzrendite lag bei 2,3 Prozent.

Mit rund 17.600 Beschäftigten erreichte die SRH zugleich einen neuen Höchststand bei der Zahl der Mitarbeitenden. Nach Angaben des Unternehmens wurden im vergangenen Jahr rund 115 Millionen Euro in den Ausbau der Angebote sowie in die Infrastruktur reinvestiert.

Der seit Juni 2026 amtierende Vorstandsvorsitzende Patrick Mombaur bezeichnete die wirtschaftliche Entwicklung als Grundlage, um auch künftig in Bildung und Gesundheit investieren und die gemeinnützigen Aufgaben der Stiftung erfüllen zu können.

Gesundheitsbereich behauptet sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Während zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen, entwickelte sich der Gesundheitsbereich der SRH nach Unternehmensangaben positiv. Nach Einschätzung des Stiftungskonzerns trägt insbesondere die strategische Ausrichtung der Klinikstandorte sowie die enge regionale Zusammenarbeit der Krankenhäuser zur wirtschaftlichen Stabilität bei.

Die anhaltenden Unsicherheiten rund um die Krankenhausreform und die Finanzierung der stationären Versorgung stellen nach wie vor eine Herausforderung für die gesamte Branche dar. Nach Angaben der SRH schreiben bundesweit vier von fünf Krankenhäusern rote Zahlen. Die meisten Kliniken des Konzerns seien von dieser Entwicklung jedoch nicht betroffen.

Bildungsbereich wächst gegen den Trend

Auch der Bildungsbereich entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 positiv. Trotz des demografischen Wandels und rückläufiger Studierendenzahlen an vielen deutschen Hochschulen konnte die SRH ihre Position weiter ausbauen.

An den Hochschulen des Konzerns waren im Jahr 2025 mehr als 22.000 Studierende aus 140 Ländern eingeschrieben. Gleichzeitig investiert die SRH verstärkt in digitale Bildungsangebote und die Integration von Künstlicher Intelligenz in Studium, Qualifizierung und Organisationsentwicklung.

Die Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, der beruflichen Bildung sowie die Schulen und Fachschulen der Stiftung verzeichneten ebenfalls eine positive Geschäftsentwicklung.

Gemeinnütziges Geschäftsmodell ermöglicht Reinvestitionen

Als gemeinnützige Stiftung schüttet die SRH keine Gewinne an Eigentümer aus. Überschüsse verbleiben im Unternehmen und werden nach Angaben des Konzerns in den weiteren Ausbau der Bildungs- und Gesundheitsangebote investiert.

Für Krankenhäuser gewinnt diese langfristige Investitionsfähigkeit angesichts steigender Anforderungen an Digitalisierung, Infrastruktur und Personalentwicklung zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig zeigt das Jahresergebnis, dass wirtschaftliche Stabilität auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen möglich ist, wenn regionale Vernetzung und strategische Steuerung konsequent umgesetzt werden.

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