Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg: Altvertrag wirft Fragen zur Malteser-Übernahme auf

Juristische Prüfung soll klären, ob Diako weiterhin zu Abbrüchen verpflichtet ist

Laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) sorgt ein bislang wenig beachteter Vertrag aus dem Jahr 1997 erneut für Bewegung in der Debatte um Schwangerschaftsabbrüche am Klinikstandort Flensburg. Hintergrund ist die geplante Übernahme des Diako-Krankenhauses durch die Malteser, einen katholischen Träger, der Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich ablehnt, sofern kein medizinischer Notfall vorliegt.

Sowohl im Sozialausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags als auch bei den Verantwortlichen der Diako habe zuletzt Ratlosigkeit über die rechtliche Tragweite des Vertrags geherrscht, berichtet der NDR. Die Stadt Flensburg lässt das Dokument deshalb aktuell durch externe Juristen prüfen. Eine Einschätzung werde in Kürze erwartet.

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