Kommunale Übernahme stärkt Klinik Zerbst nach Betreiberwechsel
Landkreis Anhalt-Bitterfeld setzt auf langfristige Perspektive und gewinnt Vertrauen von Patienten und Beschäftigten zurück
Nach der Übernahme der ehemaligen Helios Klinik Zerbst durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld Anfang 2026 zeichnet sich nach Angaben des Zerbster Bürgermeisters Andreas Dittmann eine positive Entwicklung ab. Wie MDR SACHSEN-ANHALT berichtet, hat sich die Stimmung unter den Beschäftigten verbessert, während die Belegung des Krankenhauses wieder angestiegen ist. Der kommunale Weiterbetrieb soll die Zukunft des Standorts langfristig sichern.
Die Klinik Zerbst hat nach dem Betreiberwechsel von einem privaten Träger zu kommunaler Verantwortung nach Einschätzung der Verantwortlichen deutlich an Vertrauen gewonnen. Seit Beginn des Jahres wird das Krankenhaus vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld betrieben, nachdem der bisherige Betreiber Helios im Oktober 2025 angekündigt hatte, den Standort schließen zu wollen. Die geplante Schließung hatte regional erhebliche Kritik ausgelöst. Mit der Übernahme durch den Landkreis wurde ein neuer Weg eingeschlagen, um die medizinische Versorgung am Standort zu erhalten und das Krankenhaus langfristig weiterzuentwickeln.
Nach Angaben des Zerbster Bürgermeisters Andreas Dittmann hat sich insbesondere die Stimmung innerhalb der Klinik verändert. Gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT sprach er von einem „kompletten Stimmungswechsel“ im Haus. Die Beschäftigten würden die kommunale Perspektive und das langfristige Engagement des Landkreises als positives Signal wahrnehmen. Auch die Entwicklung der Patientenzahlen wird als Hinweis auf eine zunehmende Akzeptanz bewertet. Ziel des Landkreises ist es, täglich mehr als 80 Patientinnen und Patienten in der heutigen Katharina-Klinik zu behandeln. Im März wurde nach Angaben des Landkreises zeitweise eine Belegung von rund 100 Patienten erreicht. Im Juni lag der Durchschnitt bei etwa 73 behandelten Patienten pro Tag.




