Sana Lichtenfels verlagert Geburtshilfe nach Coburg

Ab Januar 2027 finden Geburten nicht mehr in Lichtenfels statt – ambulante und hybride Gynäkologie bleibt erhalten, MVZ zieht an den Klinikstandort

Das Sana Klinikum Lichtenfels beendet zum Jahreswechsel die stationäre Geburtshilfe am Standort und verlagert die Geburten ab Januar 2027 an das Sana Klinikum Coburg. Als Gründe nennt der Klinikverbund rückläufige Geburtenzahlen sowie die Struktur- und Qualitätsvorgaben der Krankenhausreform. Die gynäkologische Versorgung in Lichtenfels bleibt bestehen und soll stärker ambulant und hybrid ausgerichtet werden.

Bis einschließlich 31. Dezember 2026 hält das Klinikum sein bisheriges geburtshilfliches Leistungsspektrum aufrecht. Ab Januar werden stationäre Geburten innerhalb der Sana Kliniken Oberfranken am Standort Coburg gebündelt.

Dort stehen neben der Geburtshilfe eine Kinderklinik, eine Kinderintensivstation und ein Eltern-Kind-Zentrum zur Verfügung. Sana begründet die Konzentration der stationären Versorgung damit, Fallzahlen und 24/7-Strukturen an einem Standort zusammenzuführen.

MVZ Gynäkologie zieht zum 1. Januar ans Klinikum

In Lichtenfels soll sich die Frauenheilkunde künftig stärker auf ambulante und hybride Behandlungen konzentrieren. Diese Leistungen bleiben nach Angaben des Klinikums vollständig erhalten und sollen weiter ausgebaut werden.

Zum 1. Januar 2027 wird das MVZ Lichtenfels Gynäkologie räumlich am Klinikum angesiedelt. Damit sollen ambulante und klinische Versorgungsstrukturen enger miteinander verzahnt werden. Auch gynäkologisch-onkologische Patienten werden weiterhin in Lichtenfels betreut. Bei Bedarf erfolgt die Zusammenarbeit mit der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie dem zertifizierten Brustzentrum in Coburg.

Sinkende Geburtenzahlen und neue Strukturvorgaben

Als wesentliche Gründe für die Neuordnung nennt Sana die seit Jahren sinkenden Geburtenzahlen in der Region und die veränderten Rahmenbedingungen durch die Krankenhausreform. Die rückläufige Nachfrage beeinflusse Auslastung und Vorhaltekapazitäten, während zugleich neue Anforderungen an Strukturen, Qualität und Personal zu berücksichtigen seien.

Für Lichtenfels bedeutet die Neuordnung damit keine vollständige Aufgabe der Frauenheilkunde: Die stationäre Geburtshilfe wird konzentriert, während ambulante und hybride gynäkologische Angebote am Standort ausgebaut werden sollen.