Klinikum Penzberg: Zukunft der 24/7-Notaufnahme bleibt offen

Umbau zum sektorenübergreifenden Versorger geplant – noch ungeklärt sind stationäre Akutversorgung, Leistungsgruppen und Notfallstrukturen

Beim geplanten Umbau des Klinikums Penzberg zu einem sektorenübergreifenden Versorger sind zentrale Fragen zur künftigen Akut- und Notfallversorgung weiterhin offen. Wie der Münchner Merkur berichtet, verlangt die Penzberger SPD-Fraktion nun konkrete Angaben dazu, ob die Notaufnahme weiterhin rund um die Uhr betrieben wird und welche stationären Leistungen künftig am Standort verbleiben.

Die Fraktion hat dazu einen zehn Punkte umfassenden Fragenkatalog an das Landratsamt Starnberg und die Starnberger Kliniken geschickt. Das Landratsamt habe nach Angaben des Merkur eine Beantwortung bis Ende der kommenden Woche angekündigt.

Auch stationäre 24-Stunden-Aufnahme ungeklärt

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Penzberg auch nach der Umstrukturierung eine 24/7-Notaufnahme mit stationärer Akutversorgung vorhalten wird. Geklärt werden soll unter anderem, ob Patienten auch nachts und am Wochenende über die Notaufnahme stationär aufgenommen werden können.

Weitere Fragen betreffen die künftig verfügbaren Fachabteilungen, die beantragten Leistungsgruppen und die Zahl der akutstationären Betten. Bereits im Juni war eine Reduzierung von derzeit 100 auf 75 Betten angekündigt worden. Gleichzeitig soll das Haus zu einem sektorenübergreifenden Versorger weiterentwickelt werden.

Auch die dauerhafte Verfügbarkeit von Labor, Röntgen, CT, Sonographie, Endoskopie und OP-Kapazitäten sowie die personelle Besetzung nachts und an Wochenenden ist nach dem Bericht noch nicht abschließend geklärt.

Der aktuelle bayerische Krankenhausplan führt das Klinikum Penzberg weiterhin als Plankrankenhaus der Versorgungsstufe I mit 100 stationären Betten.