Sana-Krankenhaus Templin besteht Prüfung der Basisnotfallversorgung
Medizinischer Dienst bestätigt umfassende Notfallstrukturen und stärkt Rolle des Hauses in der Nordwest-Uckermark
Das Sana Krankenhaus Templin hat die Prüfung nach der Notfallstufen-Richtlinie erfolgreich bestanden. Wie die Sana Kliniken mitteilen, erfüllt das Krankenhaus sämtliche Strukturmerkmale der Basisnotfallversorgungsstufe und verfügt damit über die personellen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine qualifizierte Notfallversorgung. Die erfolgreiche Prüfung stärkt die Bedeutung des 96-Betten-Hauses als zentralen Anlaufpunkt für die Notfallversorgung in der Nordwest-Uckermark.
Im Rahmen der umfassenden Begutachtung wurde geprüft, ob das Sana Krankenhaus Templin die strukturellen Voraussetzungen für eine jederzeit verlässliche stationäre Notfallversorgung erfüllt. Nach Angaben des Krankenhauses bestätigte der Medizinische Dienst sämtliche Anforderungen der Basisnotfallversorgungsstufe.
Dazu gehören unter anderem qualifiziertes Fachpersonal, eine definierte medizinisch-technische Ausstattung sowie klar geregelte organisatorische Abläufe. Für das Klinikmanagement stellt die erfolgreiche Prüfung damit einen formalen Nachweis der vorhandenen Versorgungsstrukturen und der Leistungsfähigkeit des Standorts dar.
„Die Bestätigung durch den Medizinischen Dienst ist ein wichtiger Nachweis für die Qualität unserer Notfallversorgung“, sagt Dr. Britta Brien, Geschäftsführerin der Sana Kliniken Berlin Brandenburg GmbH. Die Prüfung bestätige zugleich das Engagement der Mitarbeitenden und zeige, dass sich die Menschen in der Region auch im Notfall auf eine hochwertige medizinische Versorgung verlassen könnten.
Das Sana Krankenhaus Templin verfügt nach eigenen Angaben über ständig verfügbare Operationskapazitäten, Notfallendoskopie und intensivmedizinische Versorgung. Darüber hinaus ist der Standort als Lokales Traumazentrum zertifiziert und in das ANNOTeM-Netzwerk für die akutneurologische Versorgung in Nordostdeutschland eingebunden. Dabei kommt auch telemedizinische Unterstützung zum Einsatz.
„Mit der ständigen Verfügbarkeit von Operationskapazitäten, Notfallendoskopie und Intensivmedizin sowie der Einbindung in unser zertifiziertes Lokales Traumazentrum und das ANNOTeM-Netzwerk für die akutneurologische Versorgung in Nordostdeutschland mit telemedizinischer Unterstützung können wir ein breites Spektrum an Notfällen versorgen“, erläutert Klinikdirektor Florian Schulz.
Die medizinische Qualitätssicherung wird durch regelmäßige Fortbildungen der Mitarbeitenden unterstützt. Unter der Verantwortung des Leitenden Arztes der Zentralen Notaufnahme, Dr. Özcan Akman, und der Bereichsleitung Liza Viergutz werden die Beschäftigten nach Angaben des Krankenhauses kontinuierlich auf die Versorgung auch komplexer Notfallsituationen vorbereitet.
Kooperationen sichern Versorgung bei komplexen Fällen
Das Krankenhaus weist zugleich darauf hin, dass nicht sämtliche Krankheitsbilder am Standort abschließend behandelt werden können. Da eigene Fachabteilungen für Gynäkologie und Urologie fehlen, werden entsprechende Patientinnen und Patienten bei Bedarf zunächst stabilisiert und anschließend in spezialisierte Partnerkliniken verlegt.
„Unsere Stärke liegt in der hochwertigen Grund- und Notfallversorgung der Inneren Medizin und Chirurgie“, erklärt Dr. Özcan Akman. Bei komplexeren Fällen erfolge zunächst eine Stabilisierung der Patientinnen und Patienten, bevor die weitere Behandlung in spezialisierten Partnerkliniken übernommen werde.
Aus Sicht der Klinik entspricht diese Arbeitsteilung den Grundgedanken der aktuellen Krankenhausreform. Komplexe Eingriffe und spezialisierte Leistungen sollen künftig stärker an dafür geeigneten Standorten gebündelt werden. Gleichzeitig sollen Krankenhäuser der Grundversorgung weiterhin eine wohnortnahe medizinische Versorgung und die Versorgung von Notfällen gewährleisten.
Klinikdirektor Florian Schulz sieht das Sana Krankenhaus Templin deshalb in einer wichtigen regionalen Funktion. Die Spezialisierung komplexer Behandlungen könne zwar in Einzelfällen längere Wege bedeuten, gleichzeitig bleibe die wohnortnahe Grund- und Notfallversorgung im ländlichen Raum erhalten.
Notfallversorgung als zentrale Funktion des Standorts
Mit der erfolgreichen Prüfung nach der Notfallstufen-Richtlinie wird die Rolle des Sana Krankenhauses Templin innerhalb der regionalen Versorgungsstruktur bestätigt. Als Krankenhaus der Grundversorgung verfügt der Standort über 96 Planbetten. Jährlich werden nach Angaben des Hauses rund 5.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie etwa 6.000 ambulant behandelt. Das Krankenhaus beschäftigt 187 Vollkräfte.
Für die Krankenhausplanung in der Nordwest-Uckermark ist insbesondere die Kombination aus Grundversorgung, Notfallstrukturen und Kooperationen mit spezialisierten Partnerkliniken von Bedeutung. Die erfolgreiche Prüfung zeigt, dass der Standort die strukturellen Anforderungen für die Basisnotfallversorgung erfüllt und damit weiterhin eine wichtige Funktion in der regionalen Notfallversorgung übernehmen kann.
Die Anerkennung der Basisnotfallversorgungsstufe ist damit nicht nur ein formaler Nachweis. Sie bestätigt zugleich die vorhandenen personellen, organisatorischen und technischen Strukturen und unterstreicht den Anspruch des Sana Krankenhauses Templin, eine qualifizierte und wohnortnahe Notfallversorgung für die Menschen in der Region sicherzustellen.




