Sachsenfonds fördert Dresdner Klinikum mit 91 Millionen Euro
Haus P am Standort Friedrichstadt erhält erste Förderung aus dem Sachsenfonds für die Umsetzung des Zukunftskonzepts 2035
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Transformation des Hauses P am Städtischen Klinikum Dresden mit rund 91 Millionen Euro. Davon sollen 27 Millionen Euro aus dem Sachsenfonds und knapp 64 Millionen Euro aus dem Bundesanteil des Krankenhaustransformationsfonds fließen. Das Vorhaben soll die stationäre somatische Versorgung am Standort Friedrichstadt bündeln und damit einen zentralen Schritt der Krankenhausreform in Sachsen umsetzen.
Das sächsische Kabinett hat die Förderung des Transformationsvorhabens am Haus P beschlossen. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht endgültig gesichert: Zunächst muss der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages zustimmen. Zudem steht die Bewilligung des Förderantrags durch das Bundesamt für Soziale Sicherung aus. Erst anschließend kann das sächsische Sozialministerium den Zuwendungsbescheid erlassen.
Mit dem Projekt soll das Zukunftskonzept 2035 des Städtischen Klinikums Dresden umgesetzt werden. Kern der geplanten Strukturveränderung ist die Konzentration der stationären Versorgung somatischer Erkrankungen am Standort Friedrichstadt. Damit sollen medizinische Leistungen stärker gebündelt und die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich tragfähige und langfristig leistungsfähige Krankenhausstruktur geschaffen werden.
Gesundheitsministerin Petra Köpping bezeichnete die Förderung als wichtigen Baustein für die Transformation der sächsischen Krankenhauslandschaft. Der Freistaat wolle mit dem Sachsenfonds insbesondere ermöglichen, dass Krankenhäuser die Bundesmittel aus dem Transformationsfonds tatsächlich in Anspruch nehmen können. Gleichzeitig solle für die Kliniken Planungssicherheit geschaffen werden.
Nach Angaben des Sozialministeriums soll das Projekt auch dazu beitragen, die durch die Krankenhausreform angestoßenen strukturellen Veränderungen umzusetzen. Die Konzentration der akutstationären somatischen Versorgung in Friedrichstadt soll unter anderem die Erfüllung künftiger Qualitätsanforderungen unterstützen.
Für das Städtische Klinikum Dresden bedeutet die Förderung einen erheblichen Investitionsschub. Vorgesehen sind unter anderem moderne Untersuchungs- und Behandlungsräume sowie optimierte Patientenwege. Auch die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sollen durch die bauliche und organisatorische Bündelung verbessert werden.
Der Freistaat Sachsen investiert bereits heute jährlich rund 140 Millionen Euro aus eigenen Haushaltsmitteln in die Krankenhausinfrastruktur. Durch die zusätzlichen Bundesmittel soll das Investitionsvolumen deutlich steigen. Bis 2030 könnte Sachsen nach Angaben des Freistaates insgesamt rund eine Milliarde Euro in seine Krankenhäuser investieren. Über den Transformationsfonds sollen bis 2035 insgesamt bis zu 2,353 Milliarden Euro für die sächsischen Krankenhäuser zur Verfügung stehen. Darin enthalten sind Bundes- und Landesmittel.




