RHÖN-KLINIKUM steigert Umsatz und Ergebnis im Quartal

Klinikverbund wächst bei Patientenzahlen und warnt zugleich vor Reformunsicherheiten

Die RHÖN-KLINIKUM AG ist mit einer stabilen Geschäftsentwicklung in das Jahr 2026 gestartet. Wie der Klinikkonzern mitteilt, stiegen die Umsatzerlöse im ersten Quartal auf 436,1 Millionen Euro nach 414,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verbesserte sich das EBITDA auf 30,2 Millionen Euro, nachdem im ersten Quartal 2025 noch 22,6 Millionen Euro erzielt worden waren. Der Konzerngewinn erhöhte sich auf 13,1 Millionen Euro.

Auch die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten entwickelte sich positiv. In den Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren des Konzerns wurden zwischen Januar und März insgesamt 258.027 Menschen ambulant und stationär versorgt. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der Konzern führt die Entwicklung unter anderem auf den Ausbau ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen zurück. Im ersten Quartal wurde zudem das operative Geschäft der Ortho Centrum Saale MVZ GmbH in den Konzern integriert. Die Akquisition umfasst sechs Kassensitze in den Bereichen Orthopädie, Unfallchirurgie, Chirurgie, Sportmedizin, Sporttraumatologie und Neurochirurgie. Damit soll insbesondere das RHÖN-Campus-Konzept in Bad Neustadt gestärkt und weiteres Wachstum im ambulanten sowie klinischen Bereich ermöglicht werden.

Parallel plant der Konzern für 2026 umfangreiche Investitionen in Medizintechnik an allen Klinikstandorten. Ziel sei die weitere Modernisierung und der Ausbau medizinischer sowie therapeutischer Leistungen innerhalb des Konzerns.

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung verweist die RHÖN-KLINIKUM AG auf erhebliche Unsicherheiten durch gesundheitspolitische Reformen. Insbesondere das seit April 2026 geltende Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) sowie die Nachwirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes würden den wirtschaftlichen Druck auf Krankenhäuser erhöhen.

Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro mit einer Schwankungsbreite von plus/minus fünf Prozent. Das EBITDA soll zwischen 110 und 125 Millionen Euro liegen. Gleichzeitig betont der Konzern, dass regulatorische Eingriffe, Reformumsetzungen sowie volatile wirtschaftliche Rahmenbedingungen weiterhin schwer kalkulierbare Risiken darstellen.

Vorstand Dr. Stefan Stranz erklärte, eine verlässliche medizinische Versorgung setze wirtschaftlich stabile Krankenhäuser voraus. Auch Dr. Gunther K. Weiß verwies auf die Bedeutung stabiler politischer und finanzieller Rahmenbedingungen für eine langfristig tragfähige Patientenversorgung.

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