Restrukturierung bei varisano: Tarifangleichung und zentrale Verwaltungseinheiten
Gesundheitsverbund schließt Überleitung in TVöD ab – Bündelung von Controlling und Finanzen in der Dachgesellschaft gestartet
Der Gesundheitsverbund varisano hat zum Jahresbeginn 2026 einen entscheidenden Schritt in seinem Restrukturierungskonzept vollzogen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde der Großteil der Mitarbeitenden der Kliniken des Main-Taunus-Kreises erfolgreich aus der bisherigen Arbeits- und Sozialordnung (ASO) in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bzw. den TV-Ärzte überführt. Damit erreicht der Verbund eine standortübergreifende Harmonisierung der Vergütungsstrukturen zwischen den Häusern im Main-Taunus-Kreis und dem Klinikum Frankfurt Höchst.
Parallel zur tariflichen Neuordnung startete am 1. Januar 2026 die organisatorische Zusammenführung zentraler Verwaltungsbereiche. Abteilungen wie IT, Unternehmenskommunikation, Finanzen sowie das Controlling und Medizincontrolling werden nun in der varisano GmbH gebündelt. In einem zweiten Schritt folgen zum April 2026 der Einkauf und die Personalabteilung. Ziel dieser Maßnahme ist der Abbau von Doppelstrukturen und eine signifikante Steigerung der Prozesseffizienz.
Geschäftsführer Michael Osypka bezeichnet die Maßnahmen als „zentralen Baustein des Zukunftskonzepts“, um in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld die Stabilität des kommunalen Verbunds zu sichern und die stationäre Versorgung langfristig aufrechtzuerhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind im Zuge der Umstrukturierung nicht vorgesehen.
Die Maßnahmen sind Teil der umfassenden strategischen Neuausrichtung des kommunalen Gesundheitsverbundes varisano, welche 2023 in einem Zukunftskonzept definiert wurde.




