Prozess um Auslandsgeschäfte des Klinikums Stuttgart: Aussage eines heutigen Universitätsklinik-Vorstands im Fokus
Angeklagter weist Vorwürfe zurück und spricht von Täuschung durch interne Verantwortliche bei internationalen Projekten
Im Strafprozess um mutmaßlich gesetzwidrige Auslandsgeschäfte des Klinikums Stuttgart hat ein heute amtierender Vorstandsvorsitzender eines deutschen Universitätsklinikums zentrale Vorwürfe zurückgewiesen. Wie aus dem Bericht der Frankfurter Neuen Presse hervorgeht, erklärte der Mediziner vor Gericht, während seiner früheren Tätigkeit in Stuttgart seien ihm wesentliche Informationen, E-Mails und Vertragsgrundlagen zu internationalen Projekten vorenthalten worden. Er sehe sich deshalb als Opfer von Täuschung und Desinformation innerhalb der damaligen Organisationsstrukturen.
Für den dritten Verhandlungstag am 10. März sind erste Zeugenaussagen vorgesehen. Das Verfahren gilt als eines der umfangreicheren Strafverfahren im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsaktivitäten deutscher Kliniken und berührt Fragen der Governance, Compliance und Verantwortung von Führungskräften im Krankenhausmanagement.




