Personalmangel setzt Donauklinik Neu-Ulm unter Druck

Fehlendes Pflegepersonal und Finanzprobleme verschärfen die Klinik-Krise

Wie die Neu-Ulmer Zeitung berichtet, verschärft sich die Personalsituation an der Donauklinik in Neu-Ulm. Pflegebereichsleitungen warnen vor einer hohen Belastung, fehlendem Nachwuchs und finanziellen Problemen, die nach ihrer Einschätzung zunehmend die Patientenversorgung gefährden könnten.

Bei einem Besuch von Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger schilderten die pflegerischen Bereichsleitungen die angespannte Situation in der Donauklinik. Nach Angaben von Verbundspflegedirektor Jürgen Lehmann war die Pflege personell zuletzt noch vergleichsweise gut aufgestellt. Die Auswirkungen der Krankenhausreform und fehlende finanzielle Spielräume hätten die Situation jedoch erneut verschärft.

Die Situation in Neu-Ulm verdeutlicht, dass die Krankenhausreform nicht isoliert als Strukturreform betrachtet werden kann. Veränderungen bei Leistungsangeboten und stationären Fallzahlen treffen auf einen bereits angespannten Arbeitsmarkt. Gerade wenn Patienten früher entlassen werden und stationär zunehmend komplexere Fälle verbleiben, kann eine reine Reduzierung von Betten oder Aufenthaltszeiten nicht automatisch zu einer geringeren Pflegebelastung führen.

Für das Klinikmanagement wird damit die Frage entscheidend, wie Personalbedarf künftig tatsächlich bemessen und finanziert wird. Die Diskussion um eine bedarfsgerechte Pflegepersonalausstattung nach dem neuen § 137k SGB V gewinnt vor diesem Hintergrund zusätzliche Bedeutung.

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