Ostalbkreis setze auf eigene Strukturreform: Landrat warne vor Teilprivatisierung der Kliniken

Defizite sollen durch Abbau von Doppelstrukturen sinken – Standort Ellwangen verliert stationären OP-Bereich – Verkauf an SRH werde kritisch gesehen

Landrat Joachim Bläse verteidigte in seiner Haushaltsrede die geplante Strukturreform der Kliniken Ostalb und warnte vor einem Teilverkauf an den privaten SRH-Konzern. Ziel der Reform sei es, das Klinikdefizit – aktuell rund 60 Millionen Euro – bis 2029 schrittweise auf unter 40 Millionen Euro zu senken. Dafür sollen Doppelstrukturen konsequent abgebaut werden. Besonders betroffen sei der Standort Ellwangen, an dem der stationäre OP-Bereich geschlossen werden soll. Bläse betonte, dass der Kreis am öffentlichen Klinikbetrieb festhalten wolle und eine Privatisierung nur als „ultima ratio“ infrage komme.