Netzwerk Universitätsmedizin wird zur Daueraufgabe: UKR Regensburg festigt Forschungsrolle
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz beschließt langfristige Förderung – Transformation vom Kriseninstrument zur nationalen Forschungsplattform
Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wird dauerhaft fortgeführt und von einem zeitlich befristeten Pandemie-Kriseninstrument in eine feste Säule der deutschen Gesundheitsforschung überführt. Wie das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) mitteilt, schafft die Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern die notwendige Planungssicherheit, um die klinische Forschung in Deutschland nachhaltig zu stärken. Das Netzwerk, dem alle 37 universitätsmedizinischen Einrichtungen angehören, soll künftig über eine eigens zu gründende NUM GmbH koordiniert werden.
Ursprünglich im April 2020 ins Leben gerufen, um den Datenaustausch und die Behandlungsstrategien während der COVID-19-Pandemie zu bündeln, hat sich das NUM als effiziente Forschungsplattform etabliert. Durch die neue Bund-Länder-Vereinbarung übernimmt der Bund die langfristige finanzielle Verantwortung für die zentrale Koordination, während die Bundesländer weiterhin die Forschung und Lehre an den jeweiligen Standorten finanzieren. Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit auf künftige Gesundheitskrisen zu erhöhen und komplexe Forschungsvorhaben durch bundesweite Vernetzung effizienter zu gestalten.
Am Universitätsklinikum Regensburg wird die lokale Umsetzung durch Professor Dr. Frank Hanses, Leiter der Abteilung für Infektiologie, und sein Team koordiniert. Die Aufgaben der lokalen Stabsstelle umfassen die administrative Begleitung von Forschungsprojekten, die Pflege der NUM-Infrastrukturen sowie die Vernetzung mit den bundesweiten Partnern. Professor Hanses betont die Bedeutung der Verstetigung: „Durch die dauerhafte Förderung können wir nun langfristig planen und die klinische Forschung am Standort Regensburg systematisch ausbauen.“ Die Entscheidungshoheit über prioritäre Datenstrukturen verbleibt dabei kooperativ bei den Wissenschaftlern vor Ort.
Die Verstetigung des NUM markiert einen Wendepunkt in der deutschen Forschungslandschaft. Was als Ad-hoc-Lösung begann, sichert nun die Infrastruktur für datengetriebene Medizin und multizentrische Studien. Für das UKR Regensburg bedeutet dies eine dauerhafte Einbindung in die nationale Spitzenforschung, wodurch lokale Expertise im Bereich der Infektiologie und anderer Schwerpunkte direkt in bundesweite Projekte einfließen kann.




