Landkreis Kelheim und Caritas beenden Kooperation am Krankenhaus St. Lukas
Politische Rahmenbedingungen führen zur Auflösung der strategischen Partnerschaft – Versorgungsauftrag und Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben
Der Landkreis Kelheim und der Caritasverband für die Diözese Regensburg wollen ihre seit 2022 bestehende strategische Kooperation am Caritas-Krankenhaus St. Lukas einvernehmlich beenden. Wie beide Partner in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen, machen veränderte gesundheitspolitische Rahmenbedingungen eine langfristige Fortführung der Zusammenarbeit wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Der Leistungsumfang des Krankenhauses sowie die Arbeitsplätze sollen nach Angaben der Beteiligten erhalten bleiben.
Der Landkreis Kelheim und der Diözesan-Caritasverband Regensburg werden ihre zuständigen Gremien mit dem Ziel befassen, die strategische Partnerschaft am Krankenhaus St. Lukas zu beenden. Die Kooperation besteht seit dem Jahr 2022 und hatte das Ziel, den Klinikstandort wirtschaftlich zu stabilisieren und die stationäre Versorgung im Landkreis langfristig zu sichern.
Nach Angaben beider Partner ist es zwar gelungen, das Krankenhaus trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren zu stabilisieren. Die aktuellen politischen Vorgaben für die Krankenhausfinanzierung und die laufenden Veränderungen im Krankenhaussektor ließen jedoch keine verlässliche wirtschaftliche Perspektive mehr erkennen.
Dem Beschluss vorausgegangen war ein gemeinsamer Austausch der Verantwortlichen beider Seiten, bei dem die Auswirkungen der sich dynamisch entwickelnden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen bewertet wurden.
Nach Angaben des Landkreises soll die geplante Beendigung der Kooperation keine Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung haben. Landrat Christian Nerb betonte, die Sicherung des Krankenhauses als Grund- und Regelversorger habe weiterhin höchste Priorität. Der bisherige Leistungsumfang der Klinik solle vollständig erhalten bleiben, ebenso die Arbeitsplätze der Beschäftigten.
Auch der Caritasverband verweist darauf, dass die Entscheidung gemeinsam getroffen worden sei. Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann erklärte, die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung sowie sichere Arbeitsplätze seien stets gemeinsames Ziel gewesen. Vor dem Hintergrund der veränderten politischen Rahmenbedingungen habe man sich jedoch im gegenseitigen Einvernehmen für eine Vertragsauflösung ausgesprochen.
Kreistag entscheidet Ende Juli über weiteres Vorgehen
Die formale Entscheidung steht noch aus. Die zuständigen Gremien beider Partner werden sich zeitnah mit der geplanten Beendigung der Kooperation befassen. Der Kreistag des Landkreises Kelheim soll am 27. Juli über das weitere Vorgehen sowie den Fortgang der strategischen Partnerschaft beraten und entscheiden.




