Landkreis Bautzen kürzt Busverkehr zur Finanzierung der Geburtsklinik Kamenz

Einsparungen im Nahverkehr sollen Zuschuss für gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung sichern

Im Landkreis Bautzen kommt es ab Ende Juli zu spürbaren Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Nach Angaben des Landratsamtes werden rund 40 Buslinien im Ferien- und Wochenendverkehr ausgedünnt. Hintergrund ist ein Kreistagsbeschluss, mit dem Mittel für den Erhalt der gynäkologisch-geburtshilflichen Versorgung in der Klinik Kamenz bereitgestellt werden sollen.

Der Landkreis Bautzen plant ab Ende Juli beziehungsweise Anfang August eine Reduzierung des Busangebots auf rund 40 Linien. Betroffen sind laut Landratsamt insbesondere der Ferien- und Wochenendverkehr sowie Rufbusangebote, die bis Jahresende entfallen sollen. Auch auf Nebennetz- und Stadtbuslinien sind Einschränkungen vorgesehen. Nicht betroffen sind hingegen die sogenannten Plus- und Taktbuslinien, die weiterhin regulär verkehren sollen. Die Maßnahmen sind Teil eines finanzpolitischen Ausgleichs zugunsten der regionalen Gesundheitsversorgung. Nach Angaben des MDR soll der Landkreis durch die Kürzungen im Nahverkehr rund 500.000 Euro einsparen, um damit einen Zuschuss zum Erhalt der gynäkologischen und geburtshilflichen Klinikversorgung in Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Kamenz zu finanzieren. Die Mittel sollen demnach dazu beitragen, die stationäre Versorgung in diesem Bereich im Landkreis langfristig abzusichern.

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