Kreistag Bautzen berät über Kreißsaal-Schließung in Kamenz

Einstimmiger Beschluss zur Geburtshilfe im St. Johannes Krankenhaus – Gespräche mit Land und Klinikleitung geplant

Der Kreistag Bautzen hat sich einstimmig für den Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie am Krankenhaus St. Johannes in Kamenz ausgesprochen. Wie RadioLausitz berichtet, wurde Landrat Udo Witschas beauftragt, kurzfristig Gespräche mit Klinikträger, Sozialministerium und Landesdirektion aufzunehmen, um die angekündigte Schließung abzuwenden.

Der Kreistag sprach sich in einer Sondersitzung geschlossen für den Erhalt der geburtshilflichen und gynäkologischen Versorgung am Krankenhaus St. Johannes aus. Nach Angaben von RadioLausitz wurde Landrat Udo Witschas beauftragt, umgehend Gespräche mit der Geschäftsführung des Krankenhauses, dem sächsischen Sozialministerium sowie der Landesdirektion aufzunehmen.

Ziel des Beschlusses sei es, die für Ende des Monats angekündigte Schließung der Abteilung zu stoppen oder zumindest auszusetzen, bis eine ministerielle Prüfung des Vorgangs erfolgt ist. Dafür ist laut politischer Beschlusslage ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten vorgesehen. Die Kreisverwaltung kündigte an, die entsprechenden Beschlüsse noch in der Nacht nach Dresden zu übermitteln und zeitnah Gespräche einzuleiten.

Die Klinikleitung hatte die Schließung der Geburtshilfe zuvor mit mehreren strukturellen Faktoren begründet. Genannt wurden sinkende Geburtenzahlen, verschärfte Qualitätsvorgaben sowie wirtschaftlicher Druck im Zuge der Krankenhausreform. Zusätzlich wurde auf ein bestehendes Defizit in der geburtshilflichen Versorgung hingewiesen. Die Schließung war bereits vor rund fünf Wochen angekündigt worden.

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