Kommunales MVZ Lübben soll in Sana-Poliklinik integriert werden

Erst 2025 gestartetes MVZ arbeitet noch nicht kostendeckend – Sana will Ärzte und MFA übernehmen, Übergang soll bis Frühjahr 2027 geklärt werden

Das kommunale MVZ „Spreewald“ in Lübben soll in die MVZ-Poliklinik Lübben des Klinikums Dahme-Spreewald (Sana) integriert werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat dafür am 24. September eine strategische Kooperation beschlossen. Hintergrund ist auch die wirtschaftliche Entwicklung des erst Anfang 2025 gestarteten kMVZ, das trotz steigender Patientenzahlen bislang keine kostendeckenden Erträge erzielt.

Die Zusammenarbeit mit Sana soll bereits zum 1. Oktober 2026 beginnen. Anschließend ist ein schrittweiser Übergang bis zum ersten Quartal 2027 vorgesehen. Wie die Integration rechtlich und organisatorisch konkret ausgestaltet wird, ist noch Gegenstand der Verhandlungen. Spätestens zum 31. März 2027 sollen der Stadtverordnetenversammlung die Ergebnisse und eine Beschlussempfehlung vorgelegt werden.

Die Stadt Lübben ist alleinige Gesellschafterin des MVZ und hat nach eigenen Angaben bislang rund 240.000 Euro in das Gründungsprojekt investiert. Die kommunale Lübbener Wohnungsbaugesellschaft investierte zusätzlich rund 2,6 Millionen Euro in das Gebäude. Durch die Einbindung in die Sana-Strukturen erhofft sich die Stadt Synergien unter anderem bei Personalgewinnung, Verwaltung, Qualitätsmanagement und medizinischer Weiterentwicklung. Sana beabsichtigt, Ärzte und Medizinische Fachangestellte des kommunalen MVZ zu übernehmen.

Nicht Teil der geplanten Übernahme ist nach aktuellem Verhandlungsstand das bestehende MVZ-Gebäude in der Schillerstraße. Für die Immobilie wird deshalb nach einer neuen Nutzung gesucht. Der laufende Patientenbetrieb des kMVZ wird zunächst unverändert fortgeführt.