Klinikum Osnabrück erweitert High-Care-Kapazität auf 104 Plätze

Zweite neue Intensivstation geht in Betrieb – zwei weitere OP-Säle sollen das seit Jahren laufende Ausbauprojekt Ende 2026 abschließen

Das Klinikum Osnabrück hat seine zweite neue Intensivstation in Betrieb genommen und erweitert damit seine Kapazitäten für schwer erkrankte Patienten. Insgesamt stehen nach Angaben des Klinikums nun 104 High-Care-Plätze zur Verfügung. Die neue Station bildet den vorletzten Bauabschnitt der umfassenden Erweiterung und Neustrukturierung der zentralen Operations- und Intensivbereiche.

Neue Intensivstation umfasst 24 reguläre Plätze

Die neue Station ist rund 1.500 Quadratmeter groß und umfasst 15 Ein- und Zweibettzimmer. Sie ist insbesondere für chirurgisch-anästhesiologisch behandlungsbedürftige Patienten vorgesehen. Sämtliche Intensivplätze verfügen über vollständiges Monitoring und ermöglichen bei Bedarf Beatmung und Dialyse.

Auf den internistischen und den chirurgisch-anästhesiologischen Intensivbereich entfallen nach Klinikangaben jeweils 24 reguläre Betten sowie jeweils zwei Reserveplätze. Weitere Intensiv- und Überwachungskapazitäten stehen in der Neuromedizin einschließlich Stroke Unit und neurologischer Frührehabilitation zur Verfügung.

Etwa die Hälfte der insgesamt verfügbaren Plätze ist vorrangig für die Intermediate-Care-Versorgung vorgesehen. Ein Teil der Räume verfügt zudem über Schleusenbereiche für die Versorgung infektiöser Patienten.

Zentral-OP soll Ende 2026 über 13 Säle verfügen

Die neue Intensivstation grenzt unmittelbar an die bereits fertiggestellten Bereiche der zentralen Operationsabteilung. Eine baugleiche Intensivstation mit ebenfalls 24 Behandlungsplätzen war bereits 2020 vorzeitig in Betrieb genommen worden. Damals sollte damit insbesondere zusätzliche Beatmungskapazität während der Corona-Pandemie geschaffen werden.

Als letzter Abschnitt des Gesamtprojekts entstehen derzeit zwei weitere Operationssäle. Sie sollen Ende 2026 in Betrieb gehen. Damit wird der Zentral-OP künftig über 13 neue Operationssäle verfügen. Zum Gesamtprojekt gehören außerdem zwei Intensivbehandlungskomplexe, die Zentralsterilisation und ein neuer Aufwachraum.

Bereits 2024 hatte das Klinikum die Gesamtkosten für die Modernisierung der OP-Bereiche mit rund 60 Millionen Euro angegeben. Die Bauarbeiten erfolgen während des laufenden Klinikbetriebs.